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ÖPNV am Montag wegen Warnstreiks vollständig eingestellt

Fahrgäste müssen sich am Montag erneut auf erhebliche Einschränkungen im Berliner und Brandenburger Nahverkehr einstellen. Grund ist nicht das Wetter, sondern der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi.

Von dpa

01.02.2026

Bereits seit Tagen kommt es aufgrund der Witterung zu erheblichen Einschränkungen im Tramverkehr. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

Bereits seit Tagen kommt es aufgrund der Witterung zu erheblichen Einschränkungen im Tramverkehr. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Der Berliner Nahverkehr bleibt zum Betriebsstart am Montag (ab 3.00 Uhr) infolge eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi nahezu vollständig eingestellt. Bis auf wenige Ausnahmen blieben aufgrund der Streikankündigung Busse und U-Bahnen in den Depots, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Auch in Brandenburg sind die Beschäftigten vieler Verkehrsunternehmen landesweit zum Ausstand aufgerufen. Dort kommt noch ein weiterer Warnstreik mit Auswirkungen auf den Regionalverkehr im Nordwesten hinzu.

Um zu verhindern, dass die Oberleitungen in Berlin erneut einfrieren, sind der BVG zufolge Straßenbahnen im Einsatz, Fahrgäste könnten aber nicht einsteigen. Darauf einigten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft noch am Freitag. Der Warnstreik soll ganztägig andauern. Erst am Dienstagmorgen ab 3.00 Uhr wird der Verkehr wieder anlaufen. 

S-Bahnen und Regionalzüge fahren in Berlin

Der S-Bahn- und Regionalverkehr ist in Berlin nicht betroffen. Er wird von der Deutschen Bahn betrieben, die an den Tarifverhandlungen nicht beteiligt ist. Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft Verdi in der laufenden Tarifrunde mit der BVG ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird in der Hauptstadt um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

In Brandenburg ist der Regionalverkehr im Nordwesten voraussichtlich eingeschränkt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat einen Warnstreik von 7.00 Uhr bis 9.30 Uhr im Tarifstreit mit dem Betreiber Regio Infra Nord-Ost angekündigt. Möglicherweise sind der Prignitz-Express - der RE 6 - der Deutschen Bahn sowie die Regionalbahnen 73 und 74 der Hanseatischen Eisenbahn und die RB 54 der Niederbarnimer Eisenbahn betroffen.

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