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Neues Denkmal und Gottesdienst für Bayerns „Märchenkönig“

140 Jahre nach dem Tod würdigt Bayern den König der Schlösser: Ludwig II. bekommt ein neues Denkmal, es gibt Ausstellungen - und einen Gottesdienst an dem Ort, an dem er starb.

Von dpa

13.06.2026

Ein Kreuz im Starnberger See markiert die Stelle, an der König Ludwig II. vor 140 Jahren tot gefunden wurde.Peter Kneffel/dpa

Ein Kreuz im Starnberger See markiert die Stelle, an der König Ludwig II. vor 140 Jahren tot gefunden wurde.Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

140 Jahre nach dem rätselhaften Tod von König Ludwig II. erinnert Bayern am Wochenende mit mehreren Veranstaltungen an den „Märchenkönig“. Höhepunkte sind die Enthüllung eines neuen Denkmals in München und ein Gedenkgottesdienst in Berg am Starnberger See unweit seines Todesortes. 

Der König, der immense Summen in den Bau von Schlössern, aber auch in Kunst und technische Erfindungen steckte, kam am 13. Juni 1886 im Alter von 40 Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben. 

Kaum eine historische Figur prägt das Bild Bayerns bis heute so stark wie der Erbauer von Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof. Hunderttausende Besucher drängen jedes Jahr durch die Schlösser von Ludwig II.

Bayern-Regent Söder bei Enthüllung 

Zur Enthüllung der neuen Ludwig-Skulptur in München werden unter anderem Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) erwartet. 

Am Sonntag steht der traditionsgemäße Gottesdienst an der Votivkapelle in Berg am Starnberger See auf dem Programm. Es ist der Ort, an dem am 13. Juni 1886 Ludwig II. und sein Psychiater Bernhard von Gudden tot im See gefunden worden waren. 

Als Vertreter des Hauses Wittelsbach werden zu dem Gottesdienst in Berg Ludwig Prinz von Bayern und seine Schwester Auguste Prinzessin zu Lippe mit ihrer Familie erwartet. Ein gesondertes Gedenken in der Münchner Michaelskirche, wo der König die letzte Ruhe fand, ist nach Angaben der Verwaltung des Herzogs von Bayern in diesem Jahr nicht geplant.

In der Region Starnberg sind auch Sonderführungen auf den Spuren Ludwigs II. sowie weitere Veranstaltungen an Originalschauplätzen seines Lebens und seiner letzten Tage angekündigt. Am Sonntag eröffnet etwa im Museum Starnberg die Dauerausstellung „Ludwig II. – Die letzten Tage des Märchenkönigs“ über die letzten vier Tage im Leben des Monarchen. Die Schau widmet sich den Ereignissen zwischen seiner Entmachtung auf Schloss Neuschwanstein und seinem Tod in Berg. 

„Märchenkönig“ für regierungsunfähig erklärt

Von Gudden hatte den als „Märchenkönig“ bekannten Wittelsbacher in einem Gutachten für geisteskrank und damit regierungsunfähig erklärt.

Geboren wurde Ludwig am 25. August 1845 auf Schloss Nymphenburg in München. Mit 18 Jahren bestieg er den Thron – jung, unerfahren und mehr an Kunst, Musik und Poesie interessiert als an Regierungsgeschäften. Zugleich war er fasziniert von moderner Technik. Er gründete 1868 die Technische Universität München (TUM). Seine Schlösser gehörten zu den technisch fortschrittlichsten Europas. Vor allem Neuschwanstein gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Europas.

Zum traditionellen Gedenken an der Votivkapelle werden auch Vertreter der Wittelsbacher erwartet. (Archivbild) picture alliance / dpa

Zum traditionellen Gedenken an der Votivkapelle werden auch Vertreter der Wittelsbacher erwartet. (Archivbild) picture alliance / dpa

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Die Votivkapelle am Ufer des Starnberger Sees wurde in Erinnerung an den „Märchenkönig“ nach seinem Tod erbaut.Peter Kneffel/dpa

Die Votivkapelle am Ufer des Starnberger Sees wurde in Erinnerung an den „Märchenkönig“ nach seinem Tod erbaut.Peter Kneffel/dpa

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Das Schloss Neuschwanstein lockt jährlich 1,4 Millionen Besucher aus aller Welt an. (Archivbild) Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Schloss Neuschwanstein lockt jährlich 1,4 Millionen Besucher aus aller Welt an. (Archivbild) Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schloss Linderhof zählt wie andere Schlösser Ludwigs zum Welterbe. (Archivbild) Sven Hoppe/dpa

Schloss Linderhof zählt wie andere Schlösser Ludwigs zum Welterbe. (Archivbild) Sven Hoppe/dpa

© Sven Hoppe/dpa

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