Neue Gaskraftwerke: Leag will mit Bewerbung loslegen
Die Ausschreibung für neue Gaskraftwerke in Deutschland soll dieses Jahr kommen. Der Energieerzeuger Leag in der Lausitz trifft Vorbereitungen: Drei Standorte sollen ins Rennen gehen.
Am Industriestandort Schwarze Pumpe in der Lausitz plant der Energieerzeuger Leag ein neues Gaskraftwerk. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa
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Nach der Einigung zum Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland steht der Energieerzeuger Leag in der Lausitz für eine rasche Umsetzung bereit. „Sobald mit den Ausschreibungen der Startschuss kommt, werden wir mit der Bewerbung konkrete Schritte gehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Adolf Roesch.
In einem ersten Schritt sollen noch in diesem Jahr 12 Gigawatt (GW) neue steuerbare Kapazität ausgeschrieben werden. Es gebe eine Grundsatzeinigung mit der Europäischen Kommission über Eckpunkte der Kraftwerksstrategie, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin am Donnerstag mit.
Gaskraftwerke sollen in „Dunkelflauten“ einspringen
„Für Ostdeutschland gehen wir mit Schwarze Pumpe und Lippendorf mit Kraftwerksstandorten ins Rennen, die den notwendigen Netzanschluss und eine leistungsfähige Energieinfrastruktur vorweisen, um bei Zuschlag sofort in die Umsetzung starten zu können“, so Roesch. In Süddeutschland geht es um den Kraftwerksstandort Leipheim. Die Leag bereite sich seit Monaten intensiv auf die bis zum Sommer angekündigte Ausschreibung vor.
Neue Gaskraftwerke sollen die Versorgungssicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleisten. Sie sollen künftig als Reserve einspringen, wenn der Strombedarf durch erneuerbare Energien nicht zu decken ist - in „Dunkelflauten“, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht.