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Nächtlicher Kraftakt schließt Lücke in Rader Hochbrücke

Mit einem 118 Meter langen Mittelteil wird die Lücke in der Rader Hochbrücke geschlossen. Warum der Einbau nachts stattfindet und was als Nächstes geplant ist.

Von dpa

15.07.2026

Die Vorbereitungen zum Einhub der Brücke laufen.Bodo Marks/dpa

Die Vorbereitungen zum Einhub der Brücke laufen.Bodo Marks/dpa

© Bodo Marks/dpa

Seit dem Nachmittag laufen bei Rendsburg Vorbereitungen für den Brückenschluss der neuen Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Ein Spezial-Ponton mit dem 118 Meter langen Mittelteil der Brücke brachte das Bauwerk unter der Brücke bereits in Position. „Der Hubvorgang wird mindestens sechs Stunden dauern“, sagte Projektleiter Martin Steinkühler von der bundeseigenen Projektmanagementgesellschaft Deges der Deutschen Presse-Agentur. Das Brückenteil werde mit sogenannten Hydraulik-Pressen vom Ponton angehoben und in rund 50 Meter Höhe eingesetzt.

Der zuständige Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium, Frank Süsser, sprach von einer logistischen und technischen Meisterleistung. Der Kanal werde für die Arbeiten voraussichtlich nur 16 oder 17 Stunden gesperrt bleiben. Die Kosten für das Gesamtbauwerk von knapp 900 Millionen Euro seien „gut angelegtes Geld“.

Nach dem für den Morgen geplanten Brückenschluss folgen nach Angaben von Steinkühler umfangreiche Schweißarbeiten an der Brücke. Das im Rendsburger Kanalhafen gefertigte Mittelteil wiegt rund 1.250 Tonnen. Es war am Dienstag auf den Spezial-Ponton verladen worden. Von beiden Seiten des Kanals ragen schon Brückenteile über den Kanal. 

Arbeit in der Nacht

Der Lückenschluss soll voraussichtlich am Donnerstag gegen 4.00 Uhr oder 5.00 Uhr vollzogen sein. Dann ist das Bauwerk am kühlsten. „Denn Stahl und Beton zieht sich bei Kälte zusammen und dehnt sich bei Wärme aus und wir wollen sichern, dass wir oben auch in die Lücke reinpassen“, hatte Steinkühler im Vorfeld erklärt.

Voraussichtlich gegen 4.00 Uhr bis 5.00 Uhr soll das Mittelteil eingesetzt werden.Bodo Marks/dpa

Voraussichtlich gegen 4.00 Uhr bis 5.00 Uhr soll das Mittelteil eingesetzt werden.Bodo Marks/dpa

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In den kommenden Monaten werden dann die Fahrbahnen fertiggestellt und die Schutzwände montiert. Ende des Jahres sollen die ersten Autos über die neue Brücke rollen. Nachdem der Verkehr auf die neue Brückenhälfte umgeleitet wird, soll der Abriss der alten Brücke beginnen und 2028 an gleicher Stelle der Bau der zweiten Brücke starten - direkt neben der dann bereits genutzten ersten Brückenhälfte. 

Nach der für 2031 geplanten Fertigstellung der zweiten Brücke werden je Fahrtrichtung drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen - wie dann auf der gesamten Strecke zwischen der Anschlussstelle Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg im Zuge der A7.

Allein die Kosten für die erste Brücke betragen 307 Millionen Euro. Insgesamt betragen die Projektkosten knapp 900 Millionen Euro.

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