Nach Tötungsdelikt in Greiz – Verdächtiger in Polen gefasst
Eine junge Frau wird tot aufgefunden, später wird der Tatverdächtige in Warschau festgenommen. Wie Ermittler über Grenzen hinweg zusammenarbeiten und was jetzt auf den Mann zukommt.
Nach dem Leichenfund in Greiz führte die Spur bei der Fahndung nach Warschau – mit Erfolg. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa
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Nach dem Fund einer toten Frau in Greiz ist ein Tatverdächtiger in Polen gefasst worden. Der 35-Jährige stehe im dringenden Verdacht, die 20-Jährige gewaltsam getötet zu haben, teilten das Landeskriminalamt (LKA) und die Geraer Staatsanwaltschaft mit. Sowohl der Tatverdächtige als auch das Opfer haben demnach die vietnamesische Staatsbürgerschaft.
Der Mann wurde im Raum Warschau festgenommen. Das Verfahren zu seiner Überstellung nach Deutschland sei bereits eingeleitet worden. Mit einer Auslieferung werde in den kommenden Wochen gerechnet, hieß es.
Grenzüberschreitende Ermittlungen führen zum Erfolg
Nach Behördenangaben konnte der Verdächtige innerhalb von vier Tagen lokalisiert und festgenommen werden. Dazu hätten die Staatsanwaltschaft, die Kriminalpolizei Gera, mehrere Fachbereiche des Landeskriminalamtes sowie polnische Polizeikräfte eng zusammengearbeitet. Die weiteren Ermittlungen führe die Mordkommission des LKA unter Leitung der Staatsanwaltschaft Gera. Zu den Hintergründen der Tat wurden zunächst keine weiteren Angaben gemacht.
Die Leiche der jungen Frau wurde am Dienstag vergangener Woche in einem Mehrfamilienhaus in Greiz entdeckt. Greiz ist eine Kleinstadt im Südosten Thüringens. Sie liegt an der Landesgrenze zu Sachsen.