Mehr Menschen nach Cannabis-Konsum in Klinik
Nach der Teillegalisierung von Cannabis am 1. April 2024 sanken die Kriminalitätszahlen. Die Klinik-Behandlungen sind gestiegen.
Die Zahl der Krankenhaus-Behandlungen nach Cannabis-Konsum hat in MV zugenommen. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa
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Nach dem Konsum von Cannabis sind im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern mehr Menschen als im Jahr davor im Krankenhaus gelandet. Im Jahr 2024 wurden nach Angaben der Landesregierung in den Kliniken in MV in 421 Fällen cannabisbezogene Diagnosen gestellt. 2025 waren es 486, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Thomas de Jesus Fernandes hervorgeht.
Dabei stieg die Zahl von Psychosen infolge von Cannabis-Konsum von 94 auf 133. Am 1. April 2024 war der Genuss von Cannabis bundesweit teilweise legalisiert worden.
Rauschgiftkriminalität gesunken
Die Rauschgiftkriminalität sank in der Folge deutlich, weil der Besitz mehrerer Gramm Haschisch keine Straftat mehr darstellt. Infolge der neuen Rechtslage seit dem 1. April 2024 registrierte die Polizei bereits in dem Jahr einen Rückgang der Cannabisdelikte. „Dieser Trend setzte sich im Jahr 2025 fort“, so die Regierung. Die Zahl der Rauschgiftdelikte sank demnach 2025 um fast ein Drittel im Vergleich zu 2024.
Allerdings übersteige die bestehende Nachfrage an Cannabis das
Angebot aus legalen Bezugsquellen. „Die bestehenden Schwarzmarktaktivitäten zeigen, dass nach wie vor illegale Beschaffungswege genutzt werden“, hieß es weiter. „Nach derzeitiger Lageeinschätzung ist davon auszugehen, dass der illegale Cannabismarkt immer noch eine bedeutende Rolle im Bereich der Rauschgiftkriminalität spielt, da sich eine nachhaltige Verlagerung der Nachfrage auf legale Bezugsquellen gegenwärtig noch nicht feststellen lässt.“