Mahnwache nach mutmaßlich rechten Angriffen in Cottbus
Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Projekt „Zelle 79“ in Cottbus zeigen Anwohner und Unterstützer klare Haltung gegen rechtsextreme Gewalt.
In der Nacht hatte es einen vermutlich rechtsextremen Brandanschlag gegeben. Frank Hammerschmidt/dpa
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Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus hat sich eine Mahnwache vor dem Haus deutlich gegen Rechtsextremismus positioniert. Rund 100 Menschen sind dem Aufruf der Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ gefolgt.
In der Nacht hatten zwei Männer Molotow-Cocktails auf das Wohnprojekt geworfen. Staatsschutz und Mordkommission ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Die Ermittler prüfen auch eine versuchte Brandstiftung, weil ganz in der Nähe des Hauses eine Zaunlatte am Club „Chekov“ brannte.
Zwei schwarz gekleidete Männer zwischen 15 und 20 Jahren sind nach Angaben der Polizei tatverdächtig. Einer soll eine Tätowierung am linken Unterarm und eine schwarz-weiß-rote Sturmhaube getragen haben - die Farben des Deutschen Reichs. Eine Bewohnerin der „Zelle 79“ hatte einen Knall gehört und die Männer dann gefilmt.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kündigte weiter eine „klare Kante gegen rechte Gewalt“ an. „Die jüngsten Ereignisse in Cottbus machen mich fassungslos und entsetzt“, erklärte der SPD-Politiker. „Solche Taten müssen mit aller Härte bestraft werden.“
Rund 100 Menschen kamen zu der Mahnwache. Frank Hammerschmidt/dpa
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Die Polizei ermittelt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag aus dem rechtsextremistischen Milieu auf das Wohnprojekt „Zelle 79“ gegen zwei Tatverdächtige. Frank Hammerschmidt/dpa
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