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Mädchen setzen Notruf ab – Segler aus Ems gerettet

„Bewundernswerte Geistesgegenwart“: Die DGzRS lobt den Einsatz zweier Teenager, nachdem ihr Vater beim Segeln über Bord gegangen ist.

Von dpa

11.05.2026

Auch ein Seenotrettungskreuzer wurde alarmiert. (Symbolbild)Helge Toben/dpa

Auch ein Seenotrettungskreuzer wurde alarmiert. (Symbolbild)Helge Toben/dpa

© Helge Toben/dpa

Ein Segler ist auf der Ems zwischen Emden und dem niederländischen Termunten über Bord gegangen und von einem Motorbootfahrer gerettet worden. Zwei Töchter des Seglers, die mit ihrem Vater auf dem Trimaran gewesen waren, beide im jungen Teenageralter, hatten über Funk einen Notruf abgesetzt, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte.

„Die beiden Mädchen haben diese lebensgefährliche Situation mit bewundernswerter Geistesgegenwart gemeistert“, sagte der Einsatzleiter Carsten Ihnken von der DGzRS. „Es ist eine Herausforderung, eine über Bord gestürzte Person im Blick zu behalten, über Funk den Notrufverkehr abzuwickeln und gleichzeitig das Segelfahrzeug zu steuern. Damit ist auch manche erwachsene Crew überfordert.“

Mann war Hunderte Meter weit abgetrieben

Als die Mädchen den Notruf absetzten, war ihr Vater den Angaben zufolge unmittelbar zuvor über Bord gestürzt und sie konnten ihn nicht mehr sehen. Die umliegende Schifffahrt, zwei Hubschrauber sowie der Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ der DGzRS-Station Borkum und das Seenotrettungsboot „Jan en Titia Visser“ aus Eemshaven (Niederlande) seien umgehend alarmiert worden.

Die Besatzung des Emder Sportbootes „Dorade“ habe den Notruf gehört und die Position des Trimarans angelaufen. Dort hatten die Mädchen ihren Vater, der mit der Strömung mehrere Hundert Meter abgetrieben war, demnach inzwischen wieder im Blick. Bei rauem Seegang rettete die Besatzung des Motorboots den Mann.

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