„Leuchttürme“ bieten Hilfe und Notstrom in Krisensituationen
Wenn der Strom lange Zeit ausfällt, funktioniert im Alltag fast nichts mehr wie zuvor. In diesem Katastrophenfall sollen Menschen in Sachsen-Anhalt an speziellen Orten zentrale Hilfe finden.
Bei Stromaufällen sorgen Notstromaggregate vorübergehend für Ersatz. (Symbolbild)Felix Hörhager/dpa
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Mit sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen will sich das Land Sachsen-Anhalt für langanhaltende Stromausfälle wappnen. In diesen Hilfszentren sollen Menschen im Katastrophenfall Informationen und praktische Unterstützung finden, wichtige Geräte aufladen können und Erste Hilfe erhalten, wie das Innenministerium mitteilte.
Den Kommunen ist es laut Ministerium freigestellt, wo sie die Hilfezentren einrichten. Besonders anbieten würden sich demnach Gemeindegebäude, Schulen, soziale Einrichtungen sowie Sport-, Veranstaltungs- oder Mehrzweckhallen.
Das Land fördert die Kommunen bei der Einrichtung in den kommenden Jahren mit insgesamt 13,8 Millionen Euro Fördermitteln. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) appellierte an die Kommunen, die Gelder zeitnah in Anspruch zu nehmen.
Geplant sind nach Angaben des Ministeriums drei Kategorien von „Leuchttürmen“: In der ersten Kategorie werden Menschen in den Gemeinden mit Notstrom, Informationen, Erster Hilfe, Trinkwasser und Verpflegung versorgt.
Die „Leuchttürme“ der Kategorien zwei und drei sollen auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte eingerichtet werden und stellen zusätzlich WLAN, psychosoziale Unterstützung und Möglichkeiten zum Aufwärmen bereit.