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Poseck ruft Hessen zu mehr Krisenvorsorge auf

Wie kann jeder Einzelne für den Ernstfall vorsorgen? Hessens Landesregierung setzt in einer „Resilienzwoche“ auf Information und praktische Tipps. Als Vorbild dient dabei auch eine „Feuerwehr-AG“.

Von dpa

07.09.2026

Der Innenminister besucht unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

Der Innenminister besucht unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Mit Blick auf wachsende Bedrohungen durch Sabotage und Anschläge auf kritische Infrastruktur hat Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) die Bevölkerung zur Krisenprävention und Vorsorge aufgerufen. „Krisen und Katastrophen lassen sich nicht verhindern, aber wir können uns auf sie vorbereiten“, erklärte er zum Start der hessischen Resilienzwoche. In den kommenden Tagen besucht Poseck unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.

Unter der kritischen Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit und Trinkwasser.

„Feuerwehr-AG“ und Notvorrat

Die „Feuerwehr-AG“ an der Diemeltalschule in Willingen in Nordhessen zeige, dass Resilienz kein abstrakter Begriff sei, sondern etwas, das ganz konkret eingeübt werden könne, erläuterte der Minister nach einem Besuch an der Schule. „Die Kinder erfahren hier, was im Notfall zu tun ist, wie ein Notruf abgesetzt wird und wie wichtig es ist, im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf zu bewahren.“ 

Zu den weiteren geplanten Terminen in dieser Woche zählt ein Supermarktbesuch am Donnerstag, wo Poseck beispielhaft einen Notvorrat zusammenstellen will. An dem Tag ist auch der bundesweite Warntag mit Probealarm. „Die Resilienzwoche haben wir seit längerem geplant, doch sie ist aktueller denn je“, erklärte Poseck. Die Sicherheitslage erfordere ein Umdenken in der Bevölkerung.