Kaum Winterschäden bei Brücken in Sachsen-Anhalt
Der Winter hatte den Straßen im Land zugesetzt. Zuletzt hatte der Landkreis Harz deswegen bei zwei Brücken die Tragfähigkeit deutlich begrenzt. Ist das ein Einzelfall?
Kommunen sehen nach dem Winter zwar vermehrt Schlaglöcher auf Straßen - nicht aber auf Brücken. (Archivbild)Simon Kremer/dpa
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Die Straßenbrücken in Sachsen-Anhalt sind nach Angaben der Landkreise gut durch den Winter gekommen. Während der Landkreis Harz vor rund zehn Tagen die Nutzung von zwei Brücken wegen Schäden deutlich einschränkte, ist dies in anderen Landesteilen nicht der Fall. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, behielten die von den Landkreisen verantworteten Brücken ihre Klassifizierungen.
Weil der Winter den Brücken im Landkreis Harz zugesetzt habe, sei dort bei zwei Brücken die Tragfähigkeit auf 3,5 Tonnen begrenzt worden. Damit sei kein Schwerlastverkehr mehr möglich, teilte die Verwaltung vor einigen Tagen mit. Lediglich der Landkreis Wittenberg teilte mit, dass eine Brücke im Osten des Landkreises auf zwölf Tonnen begrenzt sei. In diesem Fall ergebe sich die Begrenzung aus dem Alter, Vorschädigungen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie der bestehenden Materialermüdung.
Keine neuen Schäden bei Landes- und Bundesstraßenbrücken
Bei Landes- und Bundesstraßen in Sachsen-Anhalt gebe es keine Einschränkungen nach dem Winter, teilte das zuständige Infrastrukturministerium mit. Es gebe einzelne Brücken im Land, auf denen Verkehrsbeschränkungen angeordnet seien. Dies sei jedoch nicht auf Schäden durch die zurückliegende Winterperiode zurückzuführen.
Besonders durch den Wechsel von Frost und Tauwetter fürchteten Kommunen vermehrt Straßenschäden. Durch Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt dringt Wasser in vorhandene Risse und Poren der Fahrbahndecken ein, gefriert, dehnt sich aus und zieht sich beim Auftauen wieder zusammen. Diese wiederkehrende Belastung führt vermehrt zu Schlaglöchern, Aufbrüchen und kleineren Schadstellen.