Kampf gegen Schwelbrand: Hubschrauber oder Flutung?
Es ist zu sehen und zu riechen: Auf einem früheren Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz schwelt ein unterirdischer Brand. Am Montag soll über das beste Löschverfahren entschieden werden.
Einsatz eines Löschhubschraubers bei einem unterirdischen Schwelbrand bei Meuselwitz., Bodo Schackow/dpa
© Bodo Schackow/dpa
Am Montag soll entschieden werden, wie der unterirdische Brand auf einer ehemaligen Kohlebergbaufläche im Altenburger Land am besten bekämpft wird. Am Wochenende sei testweise ein Löschhubschrauber im Einsatz gewesen, sagte Elke Kreische-König, zuständige Bereichsleiterin der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV). Nun würden mittels Drohne aufgenommene Bilder aus einer Wärmebildkamera ausgewertet.
Sie sollen Aufschluss darüber geben, wie groß die unterirdische Brandfläche noch ist, und ob der Hubschraubereinsatz wirkungsvoll war. Zudem sei die Flutung der betroffenen Fläche eine mögliche Variante, sagte Kreische-König. Das Wasser dafür könne über eine vier Kilometer lange Rohrleitung aus einem Bergbaurestloch herangeführt werden. Die LMBV ist Eigentümerin der Fläche.
Brandausbruch Ende Juni
Der Brand auf dem Gelände war am extrem heißen letzten Juni-Wochenende ausgebrochen. Ausgelöst wurde er den Angaben zufolge vermutlich durch ein durchhängendes Hochspannungskabel, das einen Baum entzündete. Feuerwehren hatten den Brand unter Kontrolle gebracht.
Unterirdisch schwelt er auf einer Fläche von acht Hektar aber weiterhin. Glutnester reichten etwa einen halben Meter in die Tiefe, so Kreische-König. Dort lägen brennbare Kohlereste aus der Zeit, in der an dem Standort Kohle zur Stromgewinnung verarbeitet wurden. Anwohner leiden unter Rauch- und Geruchsbelästigungen.