Junge Autoren für handgeschriebene Briefe geehrt
Klimaschutz und mehr Mitbestimmung: Hessische Schüler entwerfen in handgeschriebenen Briefen Visionen für die Zukunft. Nun werden die besten Texte ausgezeichnet.
Die jungen Autorinnen und Autoren der 100 gelungensten Briefe sollen bei einem Festakt ausgezeichnet werden. (Symbolfoto)Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Wie stellen sich hessische Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse die Welt der Zukunft vor? Beim jüngsten Hessischen Schülerschreibwettbewerb konnte die Jury der Stiftung Handschrift unter rund 9.500 handschriftlich verfassten Briefen zu diesem Thema auswählen. Die jungen Autorinnen und Autoren der 100 gelungensten Texte sollen bei einem Festakt am heutigen Freitag (10.00 Uhr) im Museum Wiesbaden ausgezeichnet werden.
Als Orientierung für die Briefe dienten etwa die Frage nach zukünftigen Städten, Dörfern, Schulen und Arbeitsplätzen oder welche Erfindungen das Leben in 10, 20 oder 50 Jahren verbessern würden. Die prämierten Texte sind in einem Buch erschienen.
„Kindliche Perspektiven sind keineswegs naiv“
Der Geschäftsführer der Stiftung Handschrift, Raoul Kroehl, erklärte: „Die Kinder und Jugendlichen formulieren in ihren Briefen
Lösungsansätze für die Umsetzung ihrer Zukunftsträume.“ Sie kritisierten gleichzeitig Schwachstellen der Gesellschaft und machten
Verbesserungsvorschläge – „beispielsweise für besseren Klimaschutz oder mehr Mitbestimmung“. Kindliche Perspektiven seien keineswegs naiv,
sondern oft überraschend weitsichtig.
Kultusminister Armin Schwarz (CDU) bekräftigte, Schreiben mit der Hand trainiere entscheidende Fähigkeiten wie Motorik, Sprachverständnis
und Konzentration. Der Erwerb der Handschrift sei daher ein zentraler Bestandteil des Deutschunterrichts.