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Initiative „Gen Z“: Situation junger Menschen ist prekär

Bundesweit wollen junge Menschen auf die Straße gehen. Es soll um Forderungen nach besserer Bildung, sozialer Sicherheit oder mehr Klimaschutz gehen. Vorab geht es aber vor allem um das Thema Gewalt.

Von dpa

30.10.2026

Schaufenster von Geschäften auf dem Kurfürstendamm werden aus Sorge über mögliche Ausschreitungen geschützt. Sven Kaeuler/dpa

Schaufenster von Geschäften auf dem Kurfürstendamm werden aus Sorge über mögliche Ausschreitungen geschützt. Sven Kaeuler/dpa

© Sven Kaeuler/dpa

Aus Sicht der Initiative „Gen Z regelt“ sind die bundesweiten Proteste nötig, damit Politik und Gesellschaft die Belange wahrnehmen. „Die Lage junger Menschen ist prekär. Trotzdem werden wir nicht gehört“, sagte Sprecherin Veronika Dinter, die die Demonstration in Berlin mitorganisiert, bei einer Online-Pressekonferenz. 

Die Organisatoren riefen erneut dazu auf, „solidarisch und friedlich“ zu protestieren. Mit Blick auf die bundesweite Sorge vor Gewalt machten sie deutlich, dass nicht alle „Gen Z“-Veranstaltungen der Initiative zuzuschreiben sind. „Wir haben keine Kontrolle darüber, wer auch zur Demo aufruft“, hieß es. Verantwortlich sei man für jene Versammlungen, die auf der offiziellen Website aufgelistet seien. „Nur dafür übernehmen wir die Verantwortung.“ 

In Berlin werden am Samstag zu der Kundgebung am Brandenburger Tor (14.00 Uhr) rund 10.000 Menschen erwartet. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende wollen unter anderem für Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Klimaschutz und gegen die Einführung einer Wehrpflicht auf die Straße gehen. Auf der Website von „GenZ regelt“ sind Demonstrationen in mehr als 30 Städten angekündigt, an denen sich bundesweit mehr als 160.000 Menschen beteiligen wollen. 

Aufruf zu friedlichem Protest

Die Organisatoren rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen nach eigenen Angaben jede Form von Gewalt ab. Die Sicherheitsbehörden des Bundes sowie in Berlin haben keine weitergehenden Erkenntnisse zu Gewaltaufrufen oder geplanten gewalttätigen Ausschreitungen. Allerdings wird auch in der linksextremistischen Szene für die Proteste mobilisiert. 

Die Berliner Polizei stellt sich auf einen Großeinsatz ein und ist nach eigenen Angaben mit zusätzlich 1.500 Einsatzkräften in der Stadt unterwegs. Konfliktpotenzial sieht die Polizei vor allem bei einer Demonstration, die in den frühen Abendstunden am Rosenthaler Platz (17.30 Uhr) starten soll. 400 bis 500 Menschen werden erwartet, es könnten aber auch mehr werden. Der Veranstalter ist laut Polizei dem linken Spektrum zuzuordnen, auch Teilnehmer der propalästinensischen Szene werden erwartet. Zudem kommt es in der Hauptstadt regelmäßig in der Halloween-Nacht vermehrt zu Polizeieinsätzen.

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