Hund beißt Mädchen an See bei Görlitz – schwere Verletzungen
Der Hund verschwindet nach der Attacke auf das Kind spurlos. Warum die Polizei erst später von dem Angriff erfuhr - und dringend Zeugen sucht.
Erst zwei Tage später erfuhr die Polizei von dem Hundeangriff. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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Ein Hund hat ein neunjähriges Mädchen am Berzdorfer See bei Görlitz ins Gesicht gebissen und schwer verletzt. Das Kind wurde nach dem Angriff an einer Badestelle am Montagabend in eine Klinik gebracht, wie die Polizei in einem Zeugenaufruf mitteilte. Die Polizei wurde nach Angaben eines Sprechers erst am Mittwochnachmittag per Onlineanzeige informiert. Dies erschwere die Ermittlungen.
Ein hellbrauner Mischlingsrüde war den Angaben zufolge an einer Badestelle unweit des Wasserschlosses Tauchritz auf die Neunjährige losgegangen und dann Richtung Blaue Lagune weggelaufen. „Ein Hundehalter konnte nicht ausfindig gemacht werden“, hieß es. Zeugen sind aufgerufen, sich an das Polizeirevier Görlitz oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Tödlicher Vorfall in Sachsen-Anhalt
Erst vergangene Woche sorgte ein tödlicher Angriff eines Hundes auf ein Kind in Sachsen-Anhalt für Bestürzung. Ein vierjähriges Mädchen war nach Ermittlerangaben von einem American Staffordshire Terrier ihrer Familie beim Spielen angegriffen worden. Für das Kind kam jede Hilfe zu spät. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen die Mutter und einen Bekannten wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Hund kam in ein Tierheim.
In Sachsen sind im vergangenen Jahr laut Landesdirektion 613 Beißvorfälle mit Hunden gemeldet worden - davon sechs mit Hunden, bei denen vorab eine Gefahr vermutet wurde.