Hoher Trinkwasserverbrauch in MV – Versorgung ist stabil
Obwohl in den Sommermonaten mehr Wasser verbraucht wird, sehen Versorger in MV keine Engpässe. Warum ein bewusster Umgang mit Trinkwasser dennoch empfohlen wird.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein hoher Trinkwasserverbrauch registriert. (Symbolbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben auch in Mecklenburg-Vorpommern für einen hohen Verbrauch an Trinkwasser gesorgt. „Auf diese Verbrauchsspitzen sind wir vorbereitet“, teilte die Nordwasser GmbH auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nordwasser versorgt nach eigenen Angaben in der Stadt Rostock und 28 Gemeinden im Umland etwa 270.000 Menschen mit Trinkwasser.
Der Wasserverbrauch liegt nach Angaben des Versorgers im Jahresdurchschnitt bei etwa 35.000 Kubikmetern am Tag. „Der aktuelle Tagesverbrauch bewegt sich zwischen 40.000 und 44.000 Kubikmetern und liegt damit auf einem für die Sommermonate typischen Niveau“, hieß es in der Mitteilung.
Am bislang heißesten Wochenende lagen die Verbräuche bei 43.481 Kubikmetern am 27. Juni sowie 42.386. Kubikmetern am 28. Juni. Das meiste Wasser wurde am 24. Juni mit 44.578 Kubikmetern verbraucht.
Schwerin und Rostock rechnen nicht mit Wasser-Engpässen
Die Versorgung in Rostock sei an heißen Sommertagen gesichert. Auch bei den Stadtwerken Schwerin, die nach eigenen Angaben knapp 100.000 Einwohner in der Landeshauptstadt und etwa 10.000 Menschen im Umland versorgen, ist die Lage unkritisch: „In Schwerin stehen ausreichend Wasserressourcen zur Verfügung. Wir rechnen daher nicht mit Engpässen“, teilten die Stadtwerke mit. Im Jahresdurchschnitt lag der Verbrauch bislang bei etwa 15.200 Kubikmeter am Tag.
Der diesjährige Höchstverbrauch wurde am 26. Juni mit 19.786 Kubikmetern gemessen. Damit sind die Stadtwerke aber noch von den Spitzenwerten entfernt. Am 18. Juni 2021 waren 24.990 Kubikmeter abgegeben worden.
Aufruf zu bewusstem Umgang mit dem kühlen Nass
Zum Wassersparen wird derzeit zwar nicht explizit aufgerufen. „Allerdings empfehlen wir einen bewussten und ressourcenschonenden Umgang mit Trinkwasser“, hieß es bei Nordwasser. Dazu gehöre beispielsweise, Gärten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu bewässern. Auf diese Weise verdunste weniger Wasser. Gleichzeitig würden unnötige Verbrauchsspitzen vermieden und der Energieaufwand für die Wasserbereitstellung werde reduziert.