Hessen-KI mit Namen „AI Gude“ soll Verwaltung helfen
Sie trägt einen witzigen Titel: die künstliche Intelligenz für die Landesverwaltung. Was ihre Aufgaben sind und wie weit das Vorhaben gediehen ist - dazu gibt das Digitalministerium einen Einblick.
„AI Gude“ ist das interne KI-Verwaltungstool der hessischen Landesregierung. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa
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Eine Künstliche Intelligenz (KI) der hessischen Landesverwaltung mit dem Namen „AI Gude“ soll die Beschäftigten bei Routineaufgaben entlasten. Dass es sich um ein Einsatzgebiet im Bundesland handelt, zeigt schon der Titel: Er klingt wie die traditionelle hessische Grußformel „Ei Gude“. „AI“ steht für Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz).
KI-basierte Systeme würden absehbar mittelfristig eine entscheidende Rolle im Rahmen der Verwaltungsarbeit einnehmen, teilt Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) auf eine Anfrage von Grünen-Landtagsabgeordneten mit. Mit „AI Gude“ verfolge die Landesregierung das Ziel, „im Rahmen eines Pilotprojektes die Praktikabilität von Systemen der generativen KI für den Verwaltungseinsatz zu erproben“.
Recherche und Erstellen von Texten
In einem ersten Einführungsschritt werde das System Funktionen zur Unterstützung von Recherchearbeiten, Texterstellungsarbeiten sowie für das Wissensmanagement bereitstellen. Das zugrunde liegende Modell sei derzeit das der französischen Firma Mistral.
Die KI solle nach und nach auf die Landesverwaltung ausgerollt werden, zuerst seien das Digitalministerium und das Wirtschafts- und Verkehrsministerium an der Reihe. „Im Anschluss daran wird AI Gude schrittweise den übrigen Ressorts bereitgestellt“, erklärt die CDU-Ministerin. Auch eine Nutzung in den hessischen Kommunen werde geprüft.
In der Pilotphase seien Rückmeldungen der Nutzer gesammelt worden. Bei einer Umfrage im Frühjahr hätten diese unter anderem die verständliche Oberfläche und die umfangreichen Hilfestellungen gelobt. „Kritisch angemerkt wurde dagegen der Bedarf an einer breiteren Datenbasis (Wissensquellen) und höherer Antwortqualität“, teilt Sinemus mit. Diesem sei Rechnung getragen worden.
Für Entwicklung knapp 2,8 Millionen Euro bereitgestellt
Es handelt sich um ein Millionenprojekt: Für 2026 seien Entwicklungskosten von knapp 2,8 Millionen Euro veranschlagt worden. Zur Weiterentwicklung sei optional bis zu eine Million Euro vorgesehen. Geplant sei, unter dem Dach „AI Gude“ mehrere KI-Anwendungen anzubieten.
Hessen arbeite bei der KI-Entwicklung mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zusammen, erklärt Sinemus. Mit den anderen Bundesländern und dem Bund arbeite man unter anderem an gemeinsamen Standards im KI-Bereich.