Herthas Saison noch nicht vorbei: Schaulaufen zu Platz sechs
Das verfehlte Ziel wirkt bei Hertha nach. Trainer Leitl schaut jetzt, mit welchen Spielern die kommende Spielzeit angegangen werden kann – ein Jungprofi bleibt weiter außen vor.
Hertha-Trainer Stefan LeitlAndreas Gora/dpa
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Von einem Casting will Trainer Stefan Leitl bei Hertha BSC nicht sprechen, doch nach dem verfehlten Ziel „Aufstieg in die Bundesliga“ ist in den verbleibenden zehn Spielen in der zweiten Fußball-Liga das Schaulaufen angesagt. „Für uns ist es die Aufgabe zu schauen, wer bereit ist, auch in der kommenden Saison das Ziel anzugehen“, sagte der Trainer vor dem Auswärtsspiel bei Preußen Münster am Sonntag (13.30 Uhr/Sky).
Dabei ist das 2:5-Debakel beim SC Paderborn auch durch den 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende bisher nicht gänzlich verarbeitet worden – zu sehr sitzt die Enttäuschung, vor allem die „Art und Weise“ der heftigen Auswärtsniederlage.
Leitl hofft, dass seine Mannschaft, bei der die Lockerheit im Training wieder zurückkehrt, sich auf die restlichen Spiele konzentriert und maximale Leistung erbringt. „Die Saison ist noch nicht vorbei“, sagt Leitl und hatte bereits den sechsten Platz als neues Ziel angegeben: „Platz sechs ist eine coole Aufgabe. Das kann durchaus Spaß machen.“
Pascal Klemens bleibt außen vor
Auf den Spaß verzichten muss weiterhin Pascal Klemens, der bereits gegen Nürnberg im Kader fehlte. Der 21-Jährige hat bisher nicht entschieden, ob er seinen auslaufenden Vertrag verlängert und das seit Monaten vorliegende Angebot annimmt. „Es ist unsere Aufgabe und die von Sportdirektor Benni Weber, Gespräche zu führen“, nimmt sich Leitl mit in die Pflicht, wird aber auch weiter die harte Karte ausspielen: „Ich erwarte ein klares Bekenntnis zum Verein.“