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Grün statt grau: Kommunen rufen zum „Abpflastern“ auf

Wer Hof oder Garten entsiegelt, kann in einem Wettbewerb Punkte für die eigene Kommune sammeln. Mehrere hessische Städte sind dabei - und rufen zum Mitmachen auf.

Von dpa

28.03.2026

Grün statt Asphalt - das ist das Ziel beim „Abpflastern“ (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Grün statt Asphalt - das ist das Ziel beim „Abpflastern“ (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr rufen hessische Städte wieder zum „Abflastern“ auf. Gemeint ist, dass Flächen entsiegelt werden, etwa im privaten Garten, auf Schulhöfen oder auf dem Gelände von Unternehmen. Bei einem bundesweiten Wettbewerb der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz können dann die entsiegelten Quadratmeter angegeben werden. 

„Das Besondere dabei: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen oder Vereine treten mit der Stadtverwaltung gemeinsam als Team an, denn für den Wettbewerb zählen sowohl private als auch städtische Entsiegelungsmaßnahmen zusammen“, erklärt die Stadt Kassel auf ihrer Homepage. „Denn auch viele kleine Flächen können zusammen einen großen Unterschied machen.“

Frankfurt war Vorjahressieger unter den Großstädten

Auch in Marburg, Frankfurt, Gießen oder Darmstadt wird zum Mitmachen aufgerufen. „Wir wissen: Hitzewellen und auch Starkregen sind Gefahren, die zukünftig zunehmen werden. Deshalb müssen wir alles tun, um jetzt vorzubeugen“, sagte Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies. 

Entsiegelung unterstütze zudem den Gesundheitsschutz, die Stärkung des lokalen Wasserhaushaltes und die Förderung der Biodiversität, heißt es auch in Darmstadt. Und: „Die entsiegelte Fläche sollte möglichst begrünt werden und Lebensraum für Tiere bieten. Wichtig sind standortgerechte, heimische Pflanzen.“

Bei dem Wettbewerb, der 2025 zum ersten Mal ausgetragen wurde, treten Kommunen in drei Ligen gegeneinander an. Unter den Großstädten hat Frankfurt im vergangenen Jahr den ersten Platz belegt, Darmstadt landete auf Platz zwei vor Hamburg. Die zweite Ausgabe läuft bis zum 31. Oktober 2026.

Und wie kann man teilnehmen?

  • Fläche fotografieren
  • Fläche ausmessen in Quadratmeter
  • Fläche entsiegeln
  • Fläche nochmals fotografieren
  • Fotos unter www.abpflastern.de hochladen und Punkte für die jeweilige Kommune sammeln

Dass Frankfurt im vergangenen Jahr in der Kategorie Großstädte gewonnen habe, sei ein starkes Signal, sagte kürzlich Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Diesen Weg wollen wir weitergehen und im besten Fall den Titel verteidigen.“

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