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Für mehr Verständnis: Dolmetscherprogramm soll weitergehen

In Thüringen sollen Behörden, Schulen, Arztpraxen und andere weiterhin mit einem speziellen Programm Sprachbarrieren überwinden können. Worum es genau geht und wie viel Geld es dafür gibt.

Von dpa

12.09.2026

Behörden, Arztpraxen und andere Einrichtungen können das Angebot nutzen, um per Video- oder Audiochat Dolmetscher zur Hilfe zu ziehen. (Symbolbild)Monika Skolimowska/dpa

Behörden, Arztpraxen und andere Einrichtungen können das Angebot nutzen, um per Video- oder Audiochat Dolmetscher zur Hilfe zu ziehen. (Symbolbild)Monika Skolimowska/dpa

© Monika Skolimowska/dpa

Ein Dolmetscherprogramm zur Verringerung von Sprachbarrieren etwa bei Behörden und Beratungsstellen soll in die Verlängerung gehen. Damit dieses auch im kommenden Jahr verfügbar ist, seien nun entsprechende Ausschreibungen veröffentlicht worden, teilte das Migrationsministerium mit. 1,2 Millionen Euro stehen demnach im Landeshaushalt dafür bereit.

Ämter, Schulen, Kliniken und viele andere berechtigte Einrichtungen können das Programm nutzen, wenn Menschen nicht ausreichend Deutsch beherrschen. Per Video- und Audiochat können dann kostenlos Dolmetscher zugeschaltet werden. Auf einen Pool von Dolmetschern für mehr als 50 Sprachen kann demnach zugegriffen werden. 

Zehntausende Gesprächsminuten

Das Programm gibt es seit einigen Jahren. Inzwischen seien rund 1.500 Einrichtungen und Stellen aus allen Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten registriert, so das Ministerium. Monatlich werden durchschnittlich rund 2.900 Gespräche mit einer Gesamtdauer von etwa 60.000 Minuten gedolmetscht. Ämter und Behörden nutzten das Angebot am häufigsten.

„Gerade in einem Flächenland wie Thüringen ersetzt ein flexibel einsetzbares digitales Dolmetschangebot oft, was vor Ort schlicht nicht verfügbar wäre - und entlastet damit zugleich unsere Behörden“, ordnet Justiz- und Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) die Bedeutung des Programms ein. Gute Verständigung entscheide oft darüber, ob Integration und nicht zuletzt Arbeitsaufnahme gelinge.

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