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Fünf Jahre Haft für Hauptbeschuldigten nach Razzia

Die Ermittlungen zu Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung begannen lange vor der Razzia im November 2025. Was das Gericht den drei Männern zur Last legte.

Von dpa

15.10.2026

In den Verfahren wegen Steuerhinterziehung ging es um viel Geld (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

In den Verfahren wegen Steuerhinterziehung ging es um viel Geld (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Knapp ein Jahr nach einer großangelegten Razzia wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind drei Männer verurteilt worden. Der Hauptbeschuldigte habe eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren bekommen, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Kaiserslautern mit.

Er habe als faktischer Geschäftsführer dreier Baufirmen Scheinrechnungen in die Buchhaltungen der Firmen eingebracht, um Betriebsausgaben vorzuspiegeln und Vorsteuerbeträge geltend machen zu können. Diese hätten sich auf insgesamt viereinhalb Millionen belaufen. 

Ein Mitarbeiter der Buchführung der genannten drei Baufirmen half demnach dem Hauptbeschuldigten beim Erstellen und Verbuchen der Scheinrechnungen und der Abgabe der unrichtigen Umsatzsteuererklärungen und erstellte einen Teil der gefälschten Barschecks. Gegen ihn verhängte das Landgericht Kaiserslautern eine Freiheitsstrafe von drei Jahren. 

Ermittlungen gehen weiter

Ein weiterer Mittäter beteiligte sich laut den Ermittlern als „Strohmann“-Geschäftsführer einer der genannten drei Baufirmen an einem Teil der Umsatzsteuerhinterziehung. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten mit Bewährung verurteilt. 

Bei der Razzia Mitte November 2025 waren mehr als 80 Geschäfts- und Privaträume in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg durchsucht worden. Dem Einsatz unter anderem in Ludwigshafen, Mannheim, Frankenthal und Worms waren monatelange Ermittlungen gegen eine mutmaßlich kriminelle Vereinigung vorausgegangen.

Gegenstand der gesamten Ermittlungen ist ein systematisches Vorgehen zur Verschleierung von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in den Jahren 2019 bis zur Razzia Ende 2025. Die Ermittlungen dauerten an.