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Frauenhäuser in Schleswig-Holstein: Bedarf bleibt hoch

Die Auslastung der Frauenhäuser liegt bei mehr als 90 Prozent. Warum mehr Plätze und auch bezahlbarer Wohnraum dringend gebraucht werden.

Von dpa

11.10.2026

In Schleswig-Holstein fehlen aktuell etwa 200 Frauenhausplätze. (Symbolbild)Sophia Kembowski/dpa

In Schleswig-Holstein fehlen aktuell etwa 200 Frauenhausplätze. (Symbolbild)Sophia Kembowski/dpa

© Sophia Kembowski/dpa

In Schleswig-Holstein fehlen weiterhin Plätze in Frauenhäusern. Wie das Sozialministerium und die Landesarbeitsgemeinschaft der Autonomen Frauenhäuser auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten, liegt der zusätzliche Bedarf bei 200 Plätzen. Diese Zahl soll in den kommenden fünf Jahren aber erreicht werden. „Dafür stellt das Land 30 Millionen Euro zusätzliche Investitionsmittel bereit“, teilte das Ministerium weiter mit. 

In Schleswig-Holstein gibt es nach Auskunft des Sozialministeriums aktuell 18 Frauenhausstandorte mit insgesamt 426 Plätzen, die über das Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert werden. Weitere Frauenhausplätze stehen auf Eigeninitiative auf Kreis- und Stadtebene zur Verfügung, sodass es landesweit derzeit insgesamt 473 Frauenhausplätze gibt.

Frauen und Kinder suchen täglich Schutz

Gewalt gegen Frauen sei nach wie vor bundesweit ein großes Problem. Täglich müssten Frauen und Kinder Schutz in einem Frauenhaus suchen. Die konkrete Auslastung der Frauenhäuser variiert je nach Zeitpunkt und Standort. Die durchschnittliche Auslastung liegt regelmäßig bei mehr als 90 Prozent, so das Sozialministerium.

Nach Meinung der Landesarbeitsgemeinschaft der Autonomen Frauenhäuser sollten diese Kriseneinrichtungen bei einer Belegungsrate von 75 Prozent „als ausgelastet gelten, um qualifiziert und zuverlässig auf akute Krisen- und Notsituationen reagieren zu können“. Des Weiteren brauche es bezahlbaren Wohnraum, damit Frauen und Kinder aus dem Frauenhaus in ein eigenes, gewaltfreies Leben starten können. „Gewaltschutz und Sicherheit müssen Vorrang in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren haben“, hieß es weiter.

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