Frankfurts neues Passagier-Terminal wird feierlich eröffnet
Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit öffnet das neue Passagierterminal 3 am Frankfurter Flughafen. Zur Eröffnungsfeier wird noch einmal über den Nutzen des Milliardenprojekts gestritten.
Ein Großstadt-Flughafen als Anbau: Frankfurts Airport wächst. Andreas Arnold/dpa
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Am Frankfurter Flughafen wird an diesem Mittwoch das neue Passagierterminal 3 mit einem Festakt eröffnet. Bevor am Folgetag die erste Maschine aus China landet, wird erneut über den Nutzen des Infrastruktur-Projekts debattiert. Bis zu 19 Millionen Passagiere sollen dort pro Jahr abgefertigt werden, etwas weniger als am viertgrößten deutschen Flughafen in Düsseldorf im vergangenen Jahr.
Der MDax-Konzern Fraport hat rund 4 Milliarden Euro in das Gebäude im Süden des größten deutschen Flughafens investiert. Geplant waren beim Spatenstich vor gut zehn Jahren zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro sowie eine Eröffnung bereits im Jahr 2022. Der Bau hat sich vor allem wegen der Covid-Pandemie verzögert.
Aktuell hält Fraport trotz des Iran-Kriegs an seiner Passagierprognose für das laufende Jahr fest. Das Terminal komme zum richtigen Zeitpunkt. „Wir gehen weiter davon aus, dass wir unser Jahresziel von 65 bis 66 Millionen Passagieren, rund vier Prozent mehr als 2025, erreichen“, sagte Flughafen-Chef Stefan Schulte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Standortfaktor oder Symbol für Größenwahn?
Der Flughafenausbau bleibt in der dicht besiedelten Rhein-Main-Region umstritten. Zur Eröffnung haben Gegner das T3 als „Symbol für Fehlplanung, Umweltzerstörung und Größenwahn“ kritisiert. Die Wachstumsfantasien der öffentlich kontrollierten Betreiberin Fraport gingen einher mit der Zerstörung von Umwelt, Klima sowie der Gesundheit und Lebensqualität der Flughafenanwohner, erklärte die Initiative Klima-, Umwelt- und Lärmschutz im Luftverkehr (IKUL).
Der Flughafenverband ADV feiert den Neubau hingegen als Meilenstein für den Standort Deutschland. „Mit dem neuen Terminal 3 gewinnt der Wirtschaftsstandort Deutschland eine hochleistungsfähige Infrastruktur, die langfristig die internationale Anbindung Deutschlands an die internationalen Verkehrsströme sicherstellt“, erklärt Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.