Waldbrand: Regen entspannt Lage im Müritz-Nationalpark
Die ersten Einsatzkräfte konnten den Heimweg antreten. Sie waren aus Niedersachsen zu Hilfe geeilt.
Eine Spezialeinzeit und ein Wasserwerfer sind bei der Bekämpfung des Waldbrands im Müritz-Nationalpark im Einsatz. Manuel Genolet/dpa
© Manuel Genolet/dpa
Einsetzender Regen hat am Sonntagnachmittag die Waldbrand-Lage im Müritz-Nationalpark entspannt. Entwarnung wollte der Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Marten Schröder, zwar nicht geben. Doch er sagte: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Auch in der Nacht zu Montag wird Regen erwartet, wie Schröder am Abend mitteilte.
Erste Helfer auf dem Weg nach Hause
Die ersten Einsatzkräfte konnten nach seinen Worten bereits die Heimreise antreten. Dabei handele es sich um 22 Einsatzkräfte aus Niedersachsen mit ihren Feuerlösch-Fahrzeugen. Sie waren demnach am Samstagabend eingetroffen, um den Waldbrand an dessen östlichem Rand in Richtung der Bahnstrecke zwischen Neubrandenburg und Rostock zu bekämpfen. Das Gelände dort sei nicht munitionsbelastet, sagte er. Für Montag sei die Abreise von Einsatzkräften aus Bayern und Brandenburg geplant, teilte der Sprecher des Landkreises am Abend mit.
Am Nachmittag waren nach seinen Angaben aber immer noch rund 325 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sowie Forstmitarbeiter im Einsatz. Es brenne auch noch an mehreren Stellen. Sie würden rundum nass gehalten.
Seit Montag brennt es
Das Feuer war dem Landkreis zufolge am vergangenen Montag gemeldet worden. Es war demnach auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen und hatte im Laufe der Woche eine Fläche von 388 Hektar erfasst. Zeitweise mussten einzelne Ortschaften evakuiert werden.
Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen auch mit Hubschraubern und Wasserwerfern. Die Brandbekämpfung wurde dadurch erschwert, dass Teile des Geländes mit Munition belastet sind.
Radfahrerinnen und Radfahrer bat der Landkreis, das Gelände weiträumig zu meiden und auch Umwege in Kauf zu nehmen, um den Einsatzkräften ein schnelles Durchkommen zu garantieren. Es würden immer wieder Radfahrer im Einsatzgebiet angetroffen, die dort im schlimmsten Fall selbst zu Schaden kämen und dann auf die Hilfe der Einsatzkräfte angewiesen seien, teilte Sprecher Schröder mit.
Erst Ende Juni war ein Brand auf einem anderen, nahe gelegenen Truppenübungsplatz im Nationalpark ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen. Der dortige Einsatz dauerte mehrere Tage. Auch dabei handelte es sich um munitionsbelastetes Gelände.