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Fernziel Istanbul: Freiburg heiß auf neue Europapokal-Nächte

Der Europacup ist zurück im Breisgau. Die Freiburger wollen im Qualifikations-Rückspiel gegen Motherwell ihr Minimalziel perfekt machen. Stürmer Matanovic denkt sogar schon weiter.

Von Christoph Lother, dpa

26.08.2026

Doppeltorschütze am Sonntag in Düsseldorf: Freiburgs Igor Matanovic (l.).Federico Gambarini/dpa

Doppeltorschütze am Sonntag in Düsseldorf: Freiburgs Igor Matanovic (l.).Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Dreieinhalb Monate ist es her, dass in Freiburg alle Dämme brachen. Die Fans stürmten auf den Rasen und feierten gemeinsam mit ihren Stars den ersten Einzug des SC in ein Europapokal-Finale. Ein „Moment, den ich so definitiv nicht mehr vergessen werde“, sagt Igor Matanovic im SWR-Interview rückblickend auf das damalige Fußball-Fest gegen Sporting Braga.

Matanovic: Motherwell im Visier, Istanbul im Kopf

Am Donnerstag (18.45 Uhr/SWR) treten die Freiburger wieder zu einem internationalen Heimspiel an. Das Finale ist noch weit weg. Und es geht auch nicht um die Europa League, sondern um die Conference League. Die Ligaphase zu erreichen, ist der Minimalanspruch. Die Breisgauer sind im Duell mit dem FC Motherwell klar favorisiert, nach dem 3:1 im Playoff-Hinspiel vorige Woche erst recht. Einen erneuten Platzsturm dürfte es also nicht geben.

Dennoch ist Matanovic voller Vorfreude. Seine Kollegen und er müssten „wach sein“, warnt er vor dem Rückspiel gegen die robusten Schotten. Zugleich blickt er aber schon zuversichtlich nach vorn - und zwar nach ganz vorn. „Ich würde mal vorsichtig und auch bescheiden sagen, dass es das klare Ziel ist, dass wir da wieder hingehen“, sagt der Stürmer über den Sehnsuchtsort Istanbul.

Vorige Saison verloren Freiburg und Trainer Julian Schuster das Europa-League-Finale in Istanbul. (Archivbild)Robert Michael/dpa

Vorige Saison verloren Freiburg und Trainer Julian Schuster das Europa-League-Finale in Istanbul. (Archivbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Dort, wo die Freiburger im Mai das Europa-League-Finale gegen Aston Villa verloren, würden sie im kommenden Frühjahr am liebsten um den Conference-League-Titel spielen. Matanovic formuliert seine kleine Kampfansage mit einem breiten Lächeln - und natürlich darf man sie nicht zu hoch hängen. Gerade in Freiburg wissen sie, dass man den zweiten Schritt nicht vor dem ersten macht.

WM-Fahrer glänzt als Joker in Düsseldorf

Motherwell heißt also die Aufgabe, die es nun zu lösen gilt. Im Hinspiel am vergangenen Donnerstag gab es ein frühes Gegentor, danach übernahm der Bundesligist aber das Kommando. Zwei Tore Vorsprung nehmen die Badener mit ins zweite Duell. Darauf ausruhen wollen sie sich nicht. „Wir spielen zu Hause und wollen auf jeden Fall gewinnen“, sagt Flügelspieler Derry Scherhant.

Das überzeugende 5:1 bei Fortuna Düsseldorf in der ersten DFB-Pokal-Runde am Sonntag dürfte einen zusätzlichen Schub geben - auch und gerade Matanovic. Der kroatische WM-Teilnehmer stand gegen den Drittligisten gerade mal 20 Minuten auf dem Platz, erzielte in diesen aber zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Ist er schon wieder in der Form der Vorsaison? Bereit, weitere Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen? Sein Ziel ist jedenfalls klar: Istanbul.

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