FDP-Chef zu Wahljahr: „Menschen suchen nach Alternative“
Die Liberalen rüsten sich für die Landtagswahl am 20. September. In Binz wird die Kandidatenliste aufgestellt. Zum Auftakt spricht der Landesparteichef Domke seinen Leuten Mut zu.
Der FDP-Landesvorsitzende René Domke will, dass seine Partei als „Alternative der Vernunft“ in den Landtagswahlkampf 2026 zieht. (Archivbild)Markus Scholz/dpa
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Angesichts dürftiger Umfragewerte hat der FDP-Landesvorsitzende René Domke seiner Partei zum Auftakt des Landtagswahljahres Mut zugesprochen. Auch bei vorangegangenen Wahlen seien die Liberalen in Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn des Wahlkampfs nicht über fünf Prozent gemessen worden, sagte Domke zum Auftakt einer Landesvertreterversammlung, bei der die Kandidatenliste für die Wahl am 20. September aufgestellt werden soll. „So sah es auch 2021 aus, und dann sind wir mit 5,8 Prozent in den Landtag eingezogen“, sagte Domke. „Es ist also möglich. Es liegt an uns.“
Domke erwartet einen stark polarisierten Wahlkampf zwischen einem „Weiter so“ von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und einem AfD-„Rechtsaußenblock“. Dazwischen könnten kleine Parteien zerrieben werden, sagte er. „Aber wir haben es in der Hand, eine Alternative zu bieten. Die Menschen sehnen sich danach. Sie wollen weder das Weiter so von Frau Schwesig noch wollen sie unbedingt Rechtsaußen haben.“
„Alternative der Vernunft“
Die FDP könne und müsse die „Alternative der Vernunft“ sein. „Da müssen wir deutlicher werden, viel, viel deutlicher als bisher“, rief Domke den 55 anwesenden Delegierten zu.
Die FDP hat nach eigenen Angaben rund 800 Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist aktuell mit drei Abgeordneten als Gruppe im Landtag vertreten. Nach der Landtagswahl 2021 waren es fünf Abgeordnete. Zwei kehrten der Fraktion im Lauf der Legislaturperiode den Rücken. Der Fraktionsstatus ging verloren.