Erneut Kontrollen in Berlin wegen Waffenkriminalität
Die Polizei hält den Druck hoch. Kurz nach einer größeren Razzia gegen Teile der organisierten Kriminalität gibt es eine weitere Kontrolle.
Polizei, Zoll, Steuerfahndung und Ordnungsamt haben bei Durchsuchungen diverse Verstöße festgestellt und eine Waffe gefunden. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa
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Mit einer weiteren Kontrolle ist die Polizei gegen mutmaßlich kriminelle Gruppen vorgegangen. Das Landeskriminalamt (LKA) durchsuchte gemeinsam mit Beamten des Hauptzollamtes Berlin, der Steuerfahndung und des Ordnungsamts Spandau Lokale in Wilmersdorf und Charlottenburg, wie die Polizei mitteilte. Unter anderem wurden eine Schusswaffe samt Patronen und mehr als 16 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt.
Der Zoll stieß zudem auf eine illegale Glücksspielstätte, wie es hieß. Polizisten entdeckten fünf gefälschte Ausweise, ein Mann war demnach mit einem gefälschten Führerschein unterwegs.
Die Polizei war nach Angaben eines Sprechers mit mehr als 100 Beamtinnen und Beamten an dem sogenannten Verbundeinsatz beteiligt, von den anderen Behörden insgesamt 18.
Größere Razzia erst am Mittwoch
Nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität gehen Polizei und Justiz verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor. Bei der Polizei wurde die Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) gegründet, die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) nach. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen.
Im Fokus stehen nach Angaben der Ermittler Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.
Am vergangenen Mittwoch gab es eine größere Razzia. Laut Staatsanwaltschaft wurden drei Männer im Alter von 18, 46 und 50 Jahren festgenommen. Insgesamt richteten sich die Durchsuchungen gegen 13 Männer im Alter von 16 bis 61 Jahren, wie ein Sprecher sagte.