Ehemaliger Uruguay-Star: Bielsa hat Atmosphäre vergiftet
Der ehemalige Kapitän Diego Lugano äußert sich nach dem WM-Aus Uruguays. Der Schuldige steht für ihn fest. Und Lugano erklärt mit scharfen Worten, warum das so für ihn ist.
Ein Ex-Kapitän Uruguays sieht in Marcelo Bielsa den Hauptschuldigen des WM-Scheiterns.Natacha Pisarenko/AP/dpa
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Der uruguayische ehemalige Weltklasse-Verteidiger und Kapitän Diego Lugano hat nach dem blamablen WM-Auftritt und -Aus der „Celeste“ Trainer Marcelo Bielsa die Schuld gegeben. „Bielsa hat die Atmosphäre vergiftet, er hat nie verstanden, wo er stand, und die Spieler haben Bielsa nie verstanden“, sagte der 45 Jahre alte Lugano als Experte des Senders „Telemundo“ laut der argentinischen Zeitung „La Nación“.
Lugano legte noch nach: „Die Spieler haben alles gegeben, aber sie hatten keinen Trainer, der sie auf den richtigen Weg geführt hätte.“ Uruguay schied bei dieser XXL-WM nach der Gruppenphase aus. Die Mannschaft um Kapitän und Real-Madrid-Star Fede Valverde gewann nicht eines ihrer drei Spiele und kam auf mickrige zwei Punkte. Im letzten Gruppenspiel verlor das Team gegen Europameister Spanien in Zapopan 0:1.
Angebliches Jahresgehalt von vier Millionen Dollar
„Was ich Uruguays Fußball gegeben habe, ist nichts“, sagte Bielsa danach. Er trainiert die Mannschaft seit Mai 2023. „Wenn sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat.“ Lugano meinte, Bielsa hätte niemals bei einer WM sein dürfen. Der 70 Jahre alte Argentinier, der im Clinch mit Teilen der Mannschaft liegt, soll Berichten zufolge vier Millionen Dollar im Jahr bekommen.
„Das ist ein Fehler, den Uruguay hoffentlich nie wieder begeht“, betonte Lugano mit Blick auf das Engagement des sehr eigenwilligen Coaches, der nach dem Spiel auch noch mit einem Wutausbruch vor Kameras für Entsetzen sorgte, weil er seiner Meinung nach zu lange warten musste.
Lugano nahm selbst an zwei Weltmeisterschaften mit seinem Heimatland teil. 2010 hatte er die „Celeste“ als Kapitän bis ins Halbfinale geführt, das Uruguay aber gegen die Niederlande verlor. Im Spiel um Platz drei unterlagen Lugano und Teamkollegen wie Diego Forlán, Luis Suárez oder Edinson Cavani Deutschland mit 2:3.