Dobrindt: Neues Bevölkerungsschutzzentrum „beispielgebend“
Feldbetten, Notstrom und mobile Küchen für bis zu 5.000 Menschen: In Luckenwalde wird in einem großen Lager Material und Know-how für den Ernstfall gebündelt. Der Bundesinnenminister will nachrüsten.
In Luckenwalde ist ein riesiges Hilfsgüterlager entstanden.Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa
Das neu eröffnete Bevölkerungsschutzzentrum in Luckenwalde setzt für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt neue Maßstäbe. „Das wird beispielgebend sein für eine ganze Reihe von weiteren Stützpunkten, auf denen wir dann die Folgeinstrumente (...) aufbauen werden“, sagte der CSU-Politiker bei der Eröffnung des Hilfsgüterlagers.
Das Zentrum sei „eine kleine Stadt, die in Höchstgeschwindigkeit aufgebaut werden kann“, überall einsatzfähig sei und den Einsatzkräften des Roten Kreuzes die Möglichkeit zum Training mit Material und Ausrüstung gebe.
Zelte, Stromgeneratoren, Krankenwagen und vieles mehr
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) lagert ab sofort Material in dem neuen Bevölkerungsschutzzentrum im brandenburgischen Luckenwalde. Auf dem rund 3,4 Hektar großen Gelände bündelt das DRK bisher verteilte Hilfsgüter. Das bisherige Zentrallager am Flughafen BER in Schönefeld war zu klein geworden.
Unter anderem lagern in dem Zentrum Zelte und Notunterkunftsausrüstung für rund 1.000 Familien. Hinzu kommen Decken, Schlafsäcke, Feldbetten, Hygiene- und Babypakete sowie Küchenausstattung. Auch geländegängige Krankenwagen, große Stromgeneratoren und Anlagen zur Sauerstoffversorgung gehören zu den Beständen. Die Hilfsgüter können etwa bei Hochwasser, großen Evakuierungen oder internationalen Krisen eingesetzt werden.
Es gehe um Bevölkerungsschutz unter „neuen Bedingungen“, sagte Dobrindt. „Neue Bedingungen heißt hybride Bedrohungslagen.“ Man brauche nicht nur die Technik, sondern „in erster Linie die einsatzfähigen Kräfte“.