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DGB fordert vor Landtagswahl Ausbildungsoffensive

Zugleich beklagt der Gewerkschaftsbund, dass immer weniger junge Menschen nach der Ausbildung übernommen würden. Was sagt die Wirtschaft?

Von dpa

17.02.2026

Die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth, hat die zehn Wahlforderungen der Gewerkschaften zur Landtagswahl in MV vorgestellt. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

Die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth, hat die zehn Wahlforderungen der Gewerkschaften zur Landtagswahl in MV vorgestellt. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Sieben Monate vor der Landtagswahl hat der Deutsche Gewerkschaftsbund seine Forderungen an die Politik in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt. Der zehn Punkte umfassende Katalog reicht von einer Ausbildungsoffensive zur Fachkräftesicherung über eine aktive Industriepolitik und eine Ausweitung des Tariftreuegesetzes bis hin zur Verhinderung von Kita-Schließungen bei zurückgehender Kinderzahl.

DGB: Übernahme nach Ausbildung geht zurück

„Die künftige Landesregierung muss alles dafür tun, gute Arbeitsbedingungen zu fördern, Fachkräfte zu sichern und neue zu werben“, sagte die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth. Die Ausbildung müsse gestärkt werden. In dem Zusammenhang forderte der Gewerkschaftsbund eine „solidarische Ausbildungsumlage“, um die Ausbildungsquote zu erhöhen. Zugleich kritisierte der Vize-Vorsitzende Daniel Taprogge, dass immer weniger junge Menschen nach der Ausbildung übernommen würden. 

Fachkräftemangel nicht größtes Problem der Wirtschaft

In der Wirtschaft ist das Thema Fachkräftemangel nach hinten gerückt. In der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern im Land, die ebenfalls in Schwerin vorgestellt wurde, rangiert das Thema im Ranking der drängendsten Probleme auf Rang fünf. Am häufigsten nannten die knapp 900 teilnehmenden Unternehmen auf die Frage nach den Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung die Arbeitskosten. Auf Platz zwei folgen die Energie- und Rohstoffpreise, auf Platz drei die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und auf Platz vier die Inlandsnachfrage.