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Bürgermeisterwahl in Strausberg: Entscheidung in Stichwahl

Erst gab es nach der Bürgermeisterwahl in Strausberg den Verdacht der Wahlfälschung. Dann wurde erneut gewählt. Wie geht es weiter?

Von dpa

20.09.2026

Nach der Wiederholungswahl in Strausberg gehen eine Kandidatin und ein Kandidat in die Stichwahl. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa

Nach der Wiederholungswahl in Strausberg gehen eine Kandidatin und ein Kandidat in die Stichwahl. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Das Bürgermeisteramt in Strausberg wird in einer Stichwahl zwischen Annette Binder und Robert Krause am 11. Oktober entschieden. In der wiederholten Wahl am Sonntag verfehlte die frühere Interims-Bürgermeisterin Binder mit 48,3 Prozent die absolute Mehrheit, wie die Stadt nach dem vorläufigen Ergebnis mitteilte. Der Einzelkandidat Krause kam auf 19 Prozent.

Aus dem Rennen sind Knut-Sören Steinkopf von der Linken, der 18,6 Prozent erreichte, und der Einzelbewerber Stephan Blumenthal, der 14 Prozent erhielt. Knapp 23.000 Wahlberechtigte waren in der 28.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland östlich von Berlin zur Stimmabgabe aufgerufen.

Wahl musste wiederholt werden

Die parteiunabhängige Einzelbewerberin und kaufmännische Klinikleiterin Binder hatte die später annullierte Stichwahl im März mit 60,8 Prozent gegen Patrick Hübner gewonnen und war rund vier Wochen lang Bürgermeisterin. Ihr damaliger Konkurrent Patrick Hübner trat bei der Wiederholungswahl nicht mehr an. Krause ist Geschäftsführer eines Unternehmens. Das FDP-Mitglied war als Einzelbewerber angetreten.

Die Wiederholung war nötig, da die vorherige Wahl nach Manipulationsvorwürfen und mehreren Wahleinsprüchen für ungültig erklärt wurde. Nach der damaligen Wahl waren unter anderem Vorwürfe zu Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl erhoben worden. Dabei ging es auch um das Postfach der Stadt für Wahlbriefe in einer Postfiliale des Kandidaten Hübner, gegen den die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelte. Das Verfahren wurde eingestellt. Ein hinreichender Tatverdacht ließ sich laut Behörde nicht begründen.

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