Bündnis rechnet mit Zehntausenden bei Protest gegen AfD
Neben Aktivisten von „Widersetzen“ ruft das Bündnis „Zusammenstehen“ zu Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag im Juli in Erfurt auf. Von den Aktionen sollen keine Blockaden ausgehen.
Große Protestaktionen zum AfD-Bundesparteitag angekündigt (Illustration). Martin Schutt/dpa
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Die Organisatoren eines Bündnisses „Zusammenstehen“ erwarten, dass sich mehrere zehntausend Menschen Anfang Juli an Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt beteiligen. „Wir verwandeln Erfurt an diesem Tag in ein großes Demokratiefest“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, in Erfurt. Das Bündnis wolle für alles stehen, was die AfD ablehne. Dazu gehöre auch die Menschenwürde.
Im Bündnis „Zusammenstehen“ sind zahlreiche Organisationen, Kirchen und Parteien vertreten. Es hat mehrere Kundgebungen und Demonstrationen im Stadtgebiet von Erfurt angemeldet. Die AfD hält am 4. und 5. Juli ihren nächsten Bundesparteitag in Erfurt ab. Zu Protesten ruft auch ein Bündnis mit dem Namen „Widersetzen“ auf, das Zufahrten zum Parteitag blockieren will.
Friedliche Aktionen geplant
DGB-Regionalchef Rudolph und andere Vertreter von „Zusammenstehen“ erklärten, aus ihren Reihen werde es keine Blockadeversuche gegen die AfD und ihren Parteitag geben. „Wir gehen an diesem Tag friedlich auf die Straße.“
Dass die AfD ihren Parteitag in diesem Jahr in Thüringen und nicht in Sachsen-Anhalt abhalte, obwohl dort im September ein neuer Landtag gewählt wird, sei ein „Kniefall“ vor dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke und der radikalen Strömung, die er vertrete, äußerte der Gewerkschafter. Es geht Höcke nach Auffassung von Rudolph bewusst darum, diesen Parteitag in Erfurt einhundert Jahre nach einem NSDAP-Parteitag in Weimar abzuhalten.