Blumenthal: „Exzellenz ist kein Luxusprojekt“
Hamburg will trotz schwieriger Haushaltslage weiter in Wissenschaft investieren. Was Exzellenzförderung für Hochschulen und Lehre bedeutet.
Hamburg will auch abseits der Exzellenzcluster an UHH und TU weiter in die Wissenschaft investieren. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg will auch abseits der fünf Exzellenzcluster an der Universität Hamburg und der Technischen Universität weiter in Wissenschaft und Forschung investieren. Angesichts herausfordernder Haushaltsverhandlungen werde dies „allen einige Kraft und auch Zugeständnisse abverlangen“, sagte Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne). Die Exzellenz stehe aber „nicht in Konkurrenz zu anderen Bereichen der Hochschulen“.
Von den in den kommenden Jahren allein zur Förderung der Exzellenzcluster in Hamburg erwarteten gut 266 Millionen Euro profitiere der gesamte Standort. „Wir schließen viele andere Institutionen mit an und wir investieren eben auch als solches in die Hochschulen und damit auch in die Lehre“, sagte Blumenthal. Deshalb sei es ihr wichtig, zu betonen: „Exzellenz ist kein Luxusprojekt.“ Vielmehr sei sie „ein Gewinn für die Hochschule insgesamt“.
Heekeren: Exzellenzförderung ersetzt keine Grundfinanzierung
Von den acht Fakultäten der Uni Hamburg (UHH) hätten alle einen Beitrag zu einem Potenzial- oder Schwerpunktbereich der vier Exzellenzluster geleistet, sagte der Präsident der Hochschule, Hauke Heekeren. Das zeige, dass die Forschungsexzellenz an seiner Hochschule breit verteilt sei.
Zugleich werde gerade mit der Stadt darum gerungen, „dass wir zusätzlich auch eine gute nachhaltige Grundfinanzierung brauchen“, sagte er. Die Exzellenzförderung könne das nicht ersetzen.
Ein Fünftel der TU-Professuren an Exzellenzcluster beteiligt
An der TU sei von 100 Professuren fast ein Fünftel am Exzellenzcluster beteiligt, sagte deren Präsident Andreas Timm-Giel. Das komme der gesamten TU zugute.
Die schon seit 2018 bestehenden vier Exzellenzcluster der Uni Hamburg waren vor einem Jahr für eine weitere, siebenjährige Förderperiode bestätigt worden. Neu hinzu kam ein Projekt zur Materialforschung an der TU. Im vergangenen Monat war auch der Titel Exzellenzuniversität der UHH bestätigt worden.
Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stehen jährlich 687 Millionen Euro Fördermittel bereit. Es ist eines der größten Förderprogramme für die deutsche Spitzenforschung.