Bericht: Flugzeug zerbrach vor tödlichem Absturz in der Luft
Eine vorläufige Analyse liefert Details, aber keine abschließende Ursache. Die Ermittler beschreiben den Flugverlauf, schwierige Wetterbedingungen und einen defekten künstlichen Horizont.
Beide Piloten verfügten über einen Sitzfallschirm, diese wurden ungeöffnet gefunden. (Archivbild)Enrique Kaczor/onw-images/dpa
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Vor dem Absturz eines historischen Flugzeugs in der Pfalz mit zwei Toten ist die Maschine einer Untersuchung zufolge in der Luft zerbrochen. Beide Piloten starben, als die Trümmer im Mai bei Limburgerhof in ein Wohngebiet stürzten. Ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) dokumentiert Auffälligkeiten beim Flugverlauf, schwierige Wetterbedingungen und einen defekten künstlichen Horizont im Cockpit. Zuvor hatten mehrere Medien über die Erkenntnisse berichtet.
Die T-28A Trojan von 1949 zerbrach demnach am 16. Mai während eines Überführungsfluges von Aachen-Merzbrück nach Oberpfaffenhofen. Die Trümmer verteilten sich über ein etwa 400 mal 200 Meter großes Gebiet am Ortsrand von Limburgerhof. Dabei wurden Gebäude und Infrastruktur beschädigt. An Bord waren zwei Piloten im Alter von 66 und 60 Jahren. Beide erlitten der Obduktion zufolge tödliche Verletzungen. Eine abschließende Analyse zur Unfallursache enthält der Zwischenbericht nicht.
Explosionsartiges Geräusch
Die Maschine war um 10.41 Uhr gestartet. Gegen 11.26 Uhr registrierte das Radar eine Rechtskurve. Währenddessen nahm die Flughöhe ab, während die Geschwindigkeit stieg. Zeitgleich hörten Zeugen im Raum Ludwigshafen und Limburgerhof ein explosionsartiges Geräusch. Vom Himmel fielen Trümmer.
Auf privaten Fotos vom März war der künstliche Horizont im Cockpit als defekt zu erkennen, wie die BFU festhielt. Zeugen bestätigten dies. Das Instrument zeigt Piloten die Lage des Flugzeugs im Verhältnis zum Horizont an.
Flug in schwieriger Wetterlage
Die Piloten hatten sich laut Bericht vorab mit dem Wetter beschäftigt und eine Verschiebung des Fluges erwogen. Vorhergesagt waren unter anderem Gewitterwolken sowie mäßige bis starke Turbulenzen und Vereisung in deren Bereich. Während des Fluges fragte eine Fluglotsin die Besatzung, ob sie angesichts der Bedingungen auf der vorgesehenen Flughöhe bleiben könne. Die Piloten bejahten dies. Die BFU untersucht den Unfall weiter.