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Behörde warnt vor Japankäfer im Reisegepäck

Ein Reisekoffer aus Italien bringt einen Japankäfer nach Rheinland-Pfalz. Warum eine Behörde nun verstärkt zur Kontrolle von Gepäck aufruft.

Von dpa

22.07.2026

Der Japankäfer hat einen metallischen glänzenden, grünen Kopf. (Symbolbild)Uli Deck/dpa

Der Japankäfer hat einen metallischen glänzenden, grünen Kopf. (Symbolbild)Uli Deck/dpa

© Uli Deck/dpa

Ein Mal nicht aufgepasst, und schon hat man ein unliebsames Souvenir im Reisegepäck. So versteckte sich kürzlich in einem Koffer nach einer Italienreise ein Japankäfer, wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mitteilt. Die Behörde bittet daher Reisende, ihr Gepäck auf den Schädling zu überprüfen. 

Im aktuellen Fall sei der Fund des Japankäfers schnell gemeldet und das Insekt zur weiteren Untersuchung eingeschickt worden. Damit sei eine weitere Verbreitung ausgeschlossen. Dennoch sollten Reisende wachsam sein, sagt ADD-Abteilungsleiter Christof Pause. „Über das Reisegepäck kann ein Japankäfer schnell nach Rheinland-Pfalz gelangen. Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte ihn einfangen, aufbewahren und melden.“

Besondere Maßnahmen in der Pufferzone

Um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern, wurde bereits im vergangenen Jahr eine Pufferzone in der Stadt Mainz und der Verbandsgemeinde Bodenheim eingerichtet. Die Einrichtung war eine Reaktion auf eine Sichtung des Japankäfers nahe der Landesgrenze im hessischen Raum Trebur im Kreis Groß-Gerau. In der Pufferzone gelten demnach weiterhin folgende Regeln: 

  • Der Transport von Pflanzen mit Erde aus diesem Gebiet heraus ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt
  • Die Verbringung von Oberboden bis zu 30 Zentimetern Tiefe aus der Pufferzone heraus ist ganzjährig untersagt
  • Vom 1. Juni bis 30. September gilt ein grundsätzliches Verbot für das Verbringen von Pflanzenmaterial aus der Grünpflege und unbehandelten Pflanzenresten aus der „Pufferzone“ heraus
  • Betriebe, die mit Pflanzen arbeiten, sind verpflichtet, ihre Produktionsparzellen und Pflanzenbestände sowie deren Umgebung im Umkreis von 100 Metern zu überwachen

Gut 400 Pflanzen auf dem Speiseplan

Der Käfer ist rund einen Zentimeter groß. Er hat einen metallischen glänzenden, grünen Kopf, braune Flügel und an jeder Hinterleibseite fünf weiße Haarbüschel. Er wird laut ADD als Quarantäneschädling eingestuft, weil er mehr als 400 Pflanzenarten befällt und insbesondere Wiesen, Rasenflächen, Zierpflanzen sowie Wein- und Obstbau stark schädigen kann.