Bauernpräsident fürchtet Hitzeschäden am Getreide
Brandenburgs Bauern bangen: Gluthitze droht das Getreide vorzeitig reifen zu lassen. Auch Landwirte kommen ins Schwitzen - trotz Klimaanlage in der Traktorkabine.
Die Ernte von Weizen und Roggen hat in Brandenburg noch nicht begonnen: Wird die große Hitze dem Getreide schaden? (Archivfoto)Patrick Pleul/dpa
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Potsdam (dpa/bb)- Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff macht sich Sorgen wegen drohender Hitzeschäden bei Weizen und Roggen. Wenn die Temperaturen zu früh zu hoch seien, komme es zum vorzeitigen Abreifen von Getreide, der Notreife, sagte Wendorff der dpa. „Das ist für die Qualität des Getreides nicht gut.“ Bei einer Notreife verringern die Pflanzen das Körner-Wachstum.
Ab Mitte der Woche soll die Hitze auf extreme Werte steigen. Für Donnerstag sagte der Deutsche Wetterdienst nach seiner bisherigen Vorhersage Höchsttemperaturen bis 36 Grad in Brandenburg voraus, am Freitag bis 37 Grad.
„Das ist zu viel des Guten“
„Wenn es länger als eine Woche sehr heiß ist, gibt es Hitzeschäden am noch nicht reifen Getreide“, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes mit Blick auf die drohende Gluthitze. „Das ist zu viel des Guten.“
Weizen und Roggen brauchen laut Wendorff eigentlich noch rund drei Wochen bis zur Ernte. Dagegen sei Wintergerste bereits gedroschen worden.
Wendorff: Trotz kühler Traktorkabine „extremer Job“
Für Landwirte kann die Arbeit unter glühender Sonne trotz moderner Technik zur Belastung werden. „In der Traktorkabine ist man noch am besten aufgehoben“, so Wendorff. Denn moderne Landmaschinen seien klimatisiert. Aber Defekte etwa an heißen Mähdreschern stellten dann eine besondere Belastung dar, so Wendorff. Wenn sich eine Landmaschine aufgeheizt habe und dann was kaputtgehe, seien Reparaturen ein „extremer Job“.