Autonome Shuttles: Ministerium in Gesprächen mit Tesla
In manchen Dörfern in Brandenburg ist das ÖPNV-Angebot derart dünn, dass der Verkehrsminister das Auto für unverzichtbar hält. Er äußert nun eine Idee für diejenigen, die nicht selbst fahren können.
Crumbach denkt über autonome Shuttles im ländlichen Raum nach. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa
Brandenburgs Verkehrsministerium lotet aktuell die Möglichkeit autonom fahrender Shuttles im ländlichen Raum aus. „Wo ein normaler Bus mangels Nachfrage gar nicht oder nur zweimal am Tag fährt, könnte künftig ein fahrerloses Shuttle einspringen“, sagte Minister Robert Crumbach (SPD) im Interview mit der „Märkischen Allgemeinen“. „Wir führen gerade mit Unternehmen wie zum Beispiel Tesla Gespräche.“ Die Überlegung sei, solche Fahrten in das bestehende Rufbus-System zu integrieren.
Wer auf dem Land lebt, werde in manchen Landesteilen auch in Zukunft auf das Auto angewiesen sein. Allerdings müsse man sich „dringend um diejenigen kümmern, die nicht selbst fahren können - wie ältere Menschen oder Jugendliche auf dem Weg zur Schule und Ausbildung“, führte Crumbach aus. Hier könnten autonome Fahrten ein Teil der Lösung sein.
„Das Land Brandenburg agiert hier primär als Vermittler und Antreiber“, so Crumbach. Das jetzige Rufbus-System sei oft zu unflexibel, weil es an starre Bereitschaftszeiten und den akuten Fahrermangel gebunden ist. Die Rufbusse fahren laut dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg „bedarfsorientiert als Linienbusse, Kleinbusse oder auch Taxis“. Autonome Shuttles böten im ländlichen Raum ein riesiges Potenzial, schob Crumbach nach. „Sobald die rechtlichen Zulassungen und Genehmigungen vorliegen, kann ich mir einen flächendeckenden Einsatz im ländlichen Raum sehr gut vorstellen.“