Auftakt der Heringssaison an MV-Küsten
Geräuchert, gebraten oder eingelegt - als Speisefisch steht der Hering hoch im Kurs. Agrarminister Backhaus nennt ihn einen Symbolfisch der Ostsee. Die ersten Tonnen des Jahres sind angelandet.
Die Heringssaison an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten startet verhalten. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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Die Heringssaison an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns hat begonnen. Zwar sei die Fischerei bislang aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen und teilweise vereister Küstenbereiche nur vorsichtig angelaufen. Aber von Mitte Januar bis Mitte Februar seien bereits von vier Fischereibetrieben aus Wismar, Warnemünde, Hiddensee und Usedom insgesamt rund vier Tonnen Hering gemeldet und angelandet worden, teilte das Schweriner Agrarministerium mit.
Der vergleichsweise kalte Winter könnte sich nach Einschätzung von Fachleuten positiv auf die Heringslaichsaison 2026 auswirken. Niedrige und stabile Wassertemperaturen könnten dazu führen, dass der Hering etwas später als in den vergangenen Jahren ablaicht.
„Der Hering ist ein Symbolfisch der Ostsee und hat für unsere Küstenfischerei eine enorme wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD). Man setze sich deshalb dafür ein, dass sich die Bestände nachhaltig erholen und den Fischern wieder Perspektiven eröffnet werden.
Mit Blick auf die Zukunft bestehe vorsichtige Hoffnung auf eine Stabilisierung des Heringsbestandes der westlichen Ostsee. Das Thünen-Institut für Ostseefischerei gehe davon aus, dass möglicherweise ab 2027 wieder eine kleine reguläre Fischerei auf Hering möglich sein könnte – zunächst in einer Größenordnung von etwa 1.000 Tonnen.
Quote stark gesenkt
Die gezielte Fischerei auf Hering ist seit 2022 in der westlichen Ostsee stark eingeschränkt. In MV darf der Hering seither nur noch mit passiven Fanggeräten gefangen werden. Dazu zählen etwa Stellnetze, Langleinen, Angeln, Fallen oder Reusen. Die deutsche Sonder- beziehungsweise Beifangquote liegt seitdem konstant bei 435 Tonnen.
Zum Vergleich: 2016 lag die deutsche Quote für den westlichen Heringsbestand noch bei 14.496 Tonnen – ein Rückgang um rund 97 Prozent innerhalb weniger Jahre. In MV sind nach vorläufigen Zahlen für 2025 derzeit 144 Haupterwerbsfischer und 123 Nebenerwerbsfischer tätig. Noch vor wenigen Jahren seien es deutlich mehr gewesen, hieß es aus dem Ministerium.
Kommt der Hering werfen auch die Angler ihre Angeln aus.Jens Büttner/dpa
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Die Fangquote für Hering wurde stark abgesenkt.Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/ZB
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