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Arbeitsmarkt-Integration: Tausende erhalten Unterstützung

Viele Menschen haben es nicht leicht auf dem Arbeitsmarkt. Mit Geld aus Brüssel und der Landeskasse organisiert Thüringen Unterstützung für sie. Wer sie nutzt.

Von dpa

13.10.2026

Projekte sollen Menschen Arbeitsmarkt-Integration erleichtern. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

Projekte sollen Menschen Arbeitsmarkt-Integration erleichtern. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Für Tausende Thüringer sollen durch Integrationsangebote die Hürden auf dem Arbeitsmarkt gesenkt werden. Seit dem Start des Programms vor zwei Jahren seien mehr als 3.800 Frauen und Männer gefördert worden, teilte das Arbeitsministerium in Erfurt mit. Für Integrationsprojekte ständen rund zehn Millionen Euro zur Verfügung, 60 Prozent des Geldes kommt nach Ministeriumsangaben aus Brüssel, 40 Prozent steuere die Landeskasse bei. 

Die Angebote liefen seit August 2024 und gingen zunächst bis Ende 2026. „Eine Weiterführung für den Zeitraum vom 1. Januar 2027 bis zum 30. Juni 2028 ist in Planung“, erklärte Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD). Die Projekte setzten auf individuelle Begleitung. Das Spektrum reiche von der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, die Vermittlung von Praktika oder die Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern. 

Schenk: Förderung fortsetzen 

Auch wenn sie vorrangig dazu dienten, die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen zu verbessern oder wiederherzustellen, gebe es erste Vermittlungserfolge auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als 800 Teilnehmer seien in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gestartet, 45 in eine Ausbildung. In vielen Fälle folgten Qualifizierung oder Weiterbildung; fast 60 Teilnehmer absolvierten im Anschluss einen Freiwilligendienst oder freiwilligen Wehrdienst.

Schenk hatte nach Ministeriumsangaben Anfang Oktober in Brüssel dafür geworben, die Finanzierung über den europäischen Sozialfonds in den kommenden Jahren weiterzuführen. Unterstützt würden Menschen, die beim Zugang zu Ausbildung oder Beschäftigung auf besondere Hürden stoßen – beispielsweise durch fehlende oder nicht anerkannte Bildungsabschlüsse, sprachliche Barrieren, gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Mobilität oder familiäre Verpflichtungen.

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