Aktivisten blockieren Einfahrt von Rheinmetall
Wieder wird die Polizei zu dem Rüstungskonzern gerufen. Diesmal blockieren Menschen die Einfahrt des Werksgeländes. Sie sind nicht so einfach wegzubewegen.
Aktivisten haben erneut einen Polizeieinsatz am Werksgelände von Rheinmetall ausgelöst. (Symbolbild) Malin Wunderlich/dpa
© Malin Wunderlich/dpa
Erneut sorgt eine Protestaktion am Werksgelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Gesundbrunnen für einen Polizeieinsatz. Sieben Aktivisten haben sich am Morgen vor der Einfahrt des Unternehmens festgeklebt und so den Weg versperrt.
Laut „Berliner Morgenpost“ skandierten sie „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt“ und „Rheinmetall raus aus Berlin“. Einsatzkräfte lösten alle sieben Aktivisten von der Fahrbahn, wie eine Polizeisprecherin bei der Onlineplattform X mitteilte.
Zum Teil zogen sie sich leichte Verletzungen an den Händen zu und wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt, wie es von der Polizei weiter hieß. Es werde unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Derzeit läuft ein Polizeieinsatz in der Scheringstr. in #Gesundbrunnen. Hier haben sich gegen 8 Uhr sieben Personen vor die Einfahrt und an den Zaun eines Werksgeländes geklebt. Unsere Kräfte, einschließlich unserer 1. TEE sind vor Ort und lösen derzeit die Personen.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) April 10, 2026
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Bereits vor wenigen Tagen Protestaktion
Bereits vor gut zwei Wochen gab es eine Protestaktion auf dem Fabrikgelände von Rheinmetall: Am 25. März waren Demonstranten in den frühen Morgenstunden auf das Dach des Gebäudes gestiegen und hatten Transparente mit Bezug zum Nahost-Konflikt dabei. Zudem gossen sie Farbe auf die Hausfassade. Die Polizei holte die Aktivisten vom Dach. Dabei waren Spezialkräfte zur Höhenrettung im Einsatz.