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AfD-Spitze wartet bei Nachwuchspolitiker Dorow noch ab

Der geplante Ausschluss eines AfD-Nachwuchspolitikers hatte intern Kritik ausgelöst. Die AfD-Spitze vertagt nun weitere Schritte. Erst soll der Chef der Parteijugend angehört werden.

Von dpa

02.03.2026

Eine Rede des AfD-Nachwuchspolitikers Kevin Dorow bei der Gründungsveranstaltung der Generation Deutschland hatte die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. (Archivbild)Markus Scholz/dpa

Eine Rede des AfD-Nachwuchspolitikers Kevin Dorow bei der Gründungsveranstaltung der Generation Deutschland hatte die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. (Archivbild)Markus Scholz/dpa

© Markus Scholz/dpa

Im Fall des AfD-Jungpolitikers Kevin Dorow, der eigentlich aus der Partei ausgeschlossen werden sollte, wartet die AfD-Spitze nach dpa-Informationen zunächst noch ab. In einer Telefonschalte des Bundesvorstands wurde demnach besprochen, den Chef der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, zum Thema anzuhören, bevor weitere Schritte unternommen werden.

In der Sitzung des Bundesvorstands vor einer Woche war ein Parteiausschlussverfahren gegen Dorow vereinbart worden. Anschließend hatte es aus dem sogenannten Vorfeld und auch parteiintern Kritik gegeben. Bundesvorstandsmitglied Kay Gottschalk hatte bei X geschrieben: „Ich habe zugestimmt – und es tut mir leid.“ Er hatte zudem angekündigt, bei der nächsten Vorstandssitzung das Thema erneut zur Diskussion stellen zu wollen.

Dorow im Vorstand der AfD-Nachwuchsorganisation 

Dorow war im November in den Vorstand der neu gegründeten AfD-Parteijugend Generation Deutschland gewählt worden. Seine Rede bei der Gründungsveranstaltung in Gießen hatte die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen, die die Prüfung einer möglichen Strafbarkeit gemäß Paragraf 86a Strafgesetzbuch einleitete. In dem Paragrafen geht es um das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“.

Dorow hatte sich in der Rede auf den Thüringer AfD-Landeschef Höcke bezogen und gesagt: „Wie es Björn Höcke vor wenigen Monaten rezitiert hat, Jugend muss durch Jugend geführt werden, und dieses Prinzip muss unser Leitstern sein“, sagte er. Die neue Jugendorganisation werde „die Speerspitze der jungen Rechten in Deutschland sein“, hatte Dorow hinzugefügt. „Jugend wird durch Jugend geführt“ galt als Prinzip der sogenannten Bündischen Jugend in der Weimarer Zeit und später auch der Hitlerjugend.

Dorow sagte dazu später, der Ausspruch „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, stamme aus der Wandervogelbewegung, also aus einer Zeit vor dem Nationalsozialismus und damit lange bevor die Hitlerjugend überhaupt existierte. Er sehe keinerlei Anlass, sich von dieser inhaltlich in keiner Weise verwerflichen Aussage zu distanzieren.

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