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37 Menschen in Sachsen-Anhalt 2025 in Abschiebehaft genommen

Abschiebehaft in Sachsen-Anhalt: Wer betroffen war und warum eine neue Einrichtung geplant ist. Die Zahlen und Hintergründe.

Von dpa

12.03.2026

Im vergangenen Jahr wurden 576 Ausreisepflichtige abgeschoben. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

Im vergangenen Jahr wurden 576 Ausreisepflichtige abgeschoben. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 37 Menschen in Sachsen-Anhalt in Abschiebehaft genommen worden. In den meisten Fällen wurde Fluchtgefahr als vordringlicher Haftgrund benannt, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Wulf Gallert (Linke) hervorgeht. Unter den in Abschiebehaft genommen Menschen waren sechs Syrer und vier Iraker. Zunächst hatte „Mitteldeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Der Vollzug der Abschiebehaft erfolgte in anderen Bundesländern, etwa in Arnstadt, Bremen, Darmstadt, Dresden, Glückstadt, Hof, München und Pforzheim. Geplant ist, dass in Sachsen-Anhalt in Volkstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz im zweiten Halbjahr 2027 eine eigene Abschiebehafteinrichtung in Betrieb genommen wird.

Zudem wurden im vergangenen Jahr 23 Menschen in Ausreisegewahrsam genommen. Dieser dient der kurzfristigen Sicherung für wenige Tage für unmittelbar bevorstehende Abschiebungen. Eine Abschiebehaft hingegen kann auch mehrere Monate dauern.

2025 wurden den Angaben zufolge 576 ausreisepflichtige Ausländer abgeschoben. Zudem wurden 1.027 freiwillige Ausreisen registriert.

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