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24 Jahre nach Mord an Baggersee - lebenslange Haftstrafen

Der Mord an einem 27-Jährigen im Jahr 2002 beschäftigte die Ermittler lange. Gegen den Schützen gibt es schon ein Urteil. Jetzt folgen weitere lange Haftstrafen gegen Komplizen.

Von dpa

16.09.2026

Die Tat ereignete sich bereits im Jahr 2002. (Symbolbild)Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa

Die Tat ereignete sich bereits im Jahr 2002. (Symbolbild)Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa

© Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa

Mehr als 24 Jahre nach dem Mord an einem Buxtehuder Baggersee sind drei weitere Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Für zwei Angeklagte wurde lebenslange Haft verhängt, ein dritter Angeklagter erhielt eine Jugendstrafe von acht Jahren, wie das Landgericht Stade mitteilte. Ein vierter Mann ist als Schütze von damals bereits rechtskräftig zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. 

Komplizen wegen Mordes verurteilt 

Die Tat ereignete sich im Jahr 2002, nachdem es bei einem gemeinsamen Grillabend zum Streit gekommen war. Drei Männer sollen das alkoholisierte Opfer in die Nähe eines Baggersees gelockt haben. Dort wartete der rechtskräftig Verurteilte und schoss mit einer Schrotflinte dreimal auf den 27-jährigen Mann. Bereits der erste Schuss war tödlich. Der bei der Verurteilung im Oktober 2025 43-Jährige erschoss demnach das Opfer heimtückisch. 

Die drei anderen Männer wurden nun wegen Mordes verurteilt, wie das Stader Gericht mitteilte. Rechtskräftig ist dieser Schuldspruch noch nicht, die Angeklagten können dagegen noch Rechtsmittel einlegen. 

Cold Case sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit 

Der Fall hatte als sogenannter Cold Case bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Den Prozess ins Rollen gebracht hatte 20 Jahre nach der Tat ein Geständnis des Schützen im Jahr 2023 bei der Polizei. Zuvor hatten die Beweise für eine Anklage nicht ausgereicht, obwohl die vier Verdächtigen früh feststanden. Später zog der Angeklagte sein Geständnis zurück. Gegen das Urteil legte er Revision ein, die vom BGH verworfen wurde.

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