Leserbriefe

Neuer Friedhof eine Fehlplanung

Leserbrief zum Leserbrief „Arroganz des Stadtrats“ von Albert Koppers.

Von Werner Kerkhoff (Ramsdorf)

08.07.2021

Die Mehrheit stimmte gegen den Vorschlag der Stadt, im Planungsausschuss über ein öffentliches WC zu diskutieren.

Die Mehrheit stimmte gegen den Vorschlag der Stadt, im Planungsausschuss über ein öffentliches WC zu diskutieren.

© Lilly Schmidt

Friedhofs-WC

Ungehalten war ich nicht, als ich den Leserbrief gelesen habe. Ein Leserbrief hat in der Regel den Hintergrund, dass Leser auf ein Problem aufmerksam machen.

Heute ist klar, dass ein Fehler war, neben dem neuen auch noch den alten Friedhof weiter für Bestattungen zu nutzen. Nach einer Ruhezeit wäre es die bessere Alternative gewesen, dort einen notwendigen weiteren Parkplatz für das Ärztehaus zu schaffen. Die ideale Entscheidung für Velen wäre es gewesen, den neuen Friedhof auf dem „alten“ Sportplatz an der Bahnhofsallee anzulegen. Dort wäre ausreichend Fläche vorhanden gewesen, zudem hätte nebenan im Wald ein Friedforst angelegt werden können. Und das alles in nur etwa 600 Meter Entfernung zur St.-Andreas-Kirche.

Aufgrund der Innenstadtlage gibt es auf dem Friedhof Ramsdorf täglich circa 100 bis 200 Besucher. Alle Ramsdorfer wissen, dass man dort nie allein ist. Ich war an drei Tagen circa jeweils zwei Stunden auf beiden Friedhöfen in Velen. Während dieser Zeit habe ich nur wenige Besucher wahrgenommen. Schon aus diesem Grund kann man sich fragen, ob bei der Ist-Situation eine WC-Anlage mit automatischer Tür- und Schließanlage unter Berücksichtigung täglich mehrfacher Reinigung eine Anlage für Kosten von rund 40.000 Euro sinnvoll ist

Ein Konsortium Freiwilliger aus Velen könnte unter Federführung des Kirchenvorstands in Kooperation mit der Stadtverwaltung sowie Kolping, Landjugend, Musikvereinen, Sportvereinen, Parteien und anderen gemeinsam neben dem jetzigen Spielplatz zwischen den beiden Friedhöfen ein Gäste-WC-Haus für alle Velener und für alle Besucher errichten. Perfekt wäre die Kombination mit einem Pächter in einem Landcafé mit Öffnungszeiten von März bis November.

Wenn ein gut formulierter Antrag der breiten Velener Bevölkerung mit der Zusage persönlicher Muskelkraft im Raum steht, wird die Stadt Velen sicherlich Möglichkeiten einer Mitfinanzierung finden – und das wäre besser als die Ansage wie „ihr werdet Eure Beschlüsse gegebenfalls noch bereuen“. Ich wünsche den Velenern hierbei viel Erfolg.

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