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Bahnstrecke

Samstag, 15. Februar 2020 - 16:30 Uhr

von Thomas Hying (aus Weseke)

Leserbrief zu „Bahn wäre kaum schneller als der Sprinterbus“.

Foto: Josef Barnekamp

Noch ist der Borkener Bahnhof ein sogenannter Kopfbahnhof. Für einen Neubau der Strecke Bocholt-Coesfeld müsste er komplett umgebaut werden.

Die reguläre Fahrtzeit des Sprinterbusses S75 beträgt vom Bahnhof Bocholt bis zum Hauptbahnhof Münster eineinhalb Stunden. Zu Stoßzeiten wie im Feierabendverkehr erreicht der Sprinterbus selten die planmäßigen Zeiten, sodass die Anschlüsse beispielsweise in Borken oft nicht erreicht werden.

Eine zuverlässige Ost-West-Verbindung, die unabhängig von der Straße ist, würde dem Westmünsterland gut tun und es zukunftsfähig machen. Die Staus in den Städten in NRW, darunter auch Münster, nehmen unter anderem aufgrund der steigenden Pendlerzahlen zwischen Arbeits- oder Ausbildungsstätte und Wohnort stetig zu.

Es ist davon auszugehen, dass bei einer durchdachten Planung der Fahrzeuge, der Taktung und der Strecke die Fahrtzeit für die rund 80 Kilometer lange Strecke durchaus unter einer Stunde zu realisieren ist und damit die Bahn erheblich schneller als der Sprinterbus wäre. Die Städte Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster würden näher zusammenrücken. Ebenso wäre damit die Anbindung ins Ruhrgebiet beziehungsweise

Richtung Düsseldorf vom Westmünsterland deutlich attraktiver.

Der vor rund 30 bis 40 Jahren begangene Fehler, Bahnstrecken im Westmünsterland stillzulegen und komplett aus der Hand zu geben, sollte so schnell wie möglich korrigiert werden, um der Zunahme des Individualverkehrs entgegenzuwirken und eine echte umweltfreundliche Alternative zum Pkw zu bieten. Dabei dürfen nicht nur wirtschaftliche Aspekte abgewogen werden, sondern auch alle Vorteile der Region von der verkehrstechnischen Anbindung bis zum Umweltschutz. Das Argument gegen die Realisierung aufgrund der langen Planungs- und Realisierungszeiten (auch hier besteht dringend Verbesserungsbedarf) sollte eher als Argument für eine zügige Umsetzung sein, da ansonsten in absehbarer Zeit das nächste (oder das gleiche) böse Erwachen kommt, bei dem man feststellt, dass unsere Straßen zu überlastet sind, Alternativen zum Pendeln fehlen und man den Ausbau der Bahn verpasst hat.

Hier geht‘s zum Artikel „Alte Bahntrasse: Bahn wäre kaum schneller als Sprinterbus“.


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