Wintersport

Traumstart für Langläuferin Rydzek: Zweite in Toblach

Die Tour de Ski startet aus deutscher Sicht mit einem tollen Ergebnis. Erstmals in diesem Winter läuft eine Athletin des Deutschen Skiverbandes aufs Podest.

Von dpa

28.12.2025

Coletta Rydzek aus Oberstdorf belegte in Toblach zum Start der Tour de Ski Platz zwei.Hendrik Schmidt/dpa

Coletta Rydzek aus Oberstdorf belegte in Toblach zum Start der Tour de Ski Platz zwei.Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Coletta Rydzek hat für einen Traumstart der deutschen Langläufer in die Tour de Ski gesorgt. Die Oberstdorferin belegte beim Freistil-Sprint in Toblach Platz zwei. Sie musste sich auf der Zielgeraden lediglich der Norwegerin Kristine Skistad geschlagen geben und sorgte so für den ersten Podestplatz der deutschen Mannschaft im Olympia-Winter. Sie hatte als einzige DSV-Starterin neben dem Viertelfinale auch das Halbfinale überstanden.

Der Sieg bei den Männern ging an Topfavorit Johannes Klaebo aus Norwegen. Jan Stoelben war im Viertelfinale ausgeschieden. Der zweite Tagesabschnitt führt am Montag über 10 Kilometer im klassischen Stil.

Problematische Nacht gut gehändelt

Rydzek hatte nach einer problematischen Nacht - aus gesundheitlichen Gründen und nur vier Stunden Schlaf hatte sie bereits an einen Startverzicht gedacht - mit hervorragend präparierten Ski alle Aufgaben bis zum Finale stark gelöst. Und auch im Kampf um den Tagessieg war sie immer auf Augenhöhe mit den Spitzenleuten, um dann wie in den Läufen zuvor auf der Zielgeraden nach rechts auszuscheren und das erste Podest in diesem Winter herauszulaufen.

„Ich hab‘ mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ein Podium ist ein schöner Jahresabschluss“, sagte Rydzek. Es sei ein verrückter Tag gewesen. „Ich wusste, dass die Strecke mir sehr gut liegt. Nach der Nacht wusste ich nicht, was los ist. Dazu war ich mega nervös. Aber ich konnte es ganz gut händeln, auch mental“, sagte die Oberstdorferin.

Auch Fink und Krehl im Viertelfinale

Während Pia Fink und Sofie Krehl die Qualifikation ebenfalls überstanden hatten, schafften es die Distanz-Spezialistinnen Theresa Fürstenberg (36.), Helen Hoffmann (45.), Katharina Hennig Dotzler (46.) und Katherine Sauerbrey (69.) nicht in die Viertelfinals. Das Gleiche gilt für die Männer Annian Sossau-Daubermann (37.), Jakob Moch (44.), Janosch Brugger (53.), Friedrich Moch (82.) und Florian Notz (113.).

Am Start waren 90 Frauen und 121 Männer; darunter erstmals seit Ausbruch des Ukraine-Krieges mit Darija Nepriajewa, Hanna Karaljowa, Hanna Machakina und Sawelij Korosteljew vier russische Läufer, die als individuelle neutrale Athleten (AIN) geführt werden.

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