Wintersport

„Selten so leer“: Gimmler nach Olympia-Bronze erschöpft

Großer Druck, schlaflose Nächte und am Ende ein Traum: Warum Laura Gimmler nach Olympia-Bronze völlig ausgepowert ist – und trotzdem noch einmal alles geben will.

Von dpa

19.03.2026

Laura Gimmler (r) gewann Olympia-Bronze im Teamsprint. (Archivbild)Daniel Karmann/dpa

Laura Gimmler (r) gewann Olympia-Bronze im Teamsprint. (Archivbild)Daniel Karmann/dpa

© Daniel Karmann/dpa

Nach der überraschenden Bronzemedaille bei den Winterspielen ist Skilangläuferin Laura Gimmler vor allem erschöpft. „Seit den Olympischen Spielen bin ich körperlich und mental wirklich ziemlich am Limit“, sagte die 32-Jährige in einer Mitteilung des Verbands. „Ich glaube, ich war selten so leer und so kaputt.“

Die Zeit vor und nach dem unerwarteten dritten Platz mit Coletta Rydzek im Teamsprint seien eine neue Erfahrung für Gimmler. „Die vielen Emotionen der letzten Wochen, dieses ständige Auf und Ab und am Ende doch noch einen großen Traum verwirklichen zu können, das hat unglaublich viel Kraft gekostet“, sagte die Oberstdorferin.

Noch einmal „zusammenreißen“

Bereits unmittelbar nach dem Wettkampf hatte Gimmler einen Blick hinter die Kulissen des Erfolgs zugelassen. „Wir standen so brutal unter Druck. Wir haben diese Nacht beide nicht geschlafen, Coletta hat sich ein paar Mal übergeben“, hatte Gimmler nach dem Rennen gesagt. „Aber das ist jetzt alles egal. Wir leben gerade unseren Traum.“

Mit dem Weltcupfinale in Lake Placid von Freitag bis Sonntag endet die Saison. „Trotzdem möchte ich jetzt noch einmal für diese letzte Woche alles zusammenkratzen, was ich noch habe, mich zusammenreißen und dort mein Bestes geben“, sagte Gimmler. Im Anschluss soll gefeiert werden, zudem wird Trainer Per Nilsson verabschiedet.

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