Olympia-Drama? Ski-Ass Dürr wieder angriffslustig
Vor dem Saisonauftakt blickt Lena Dürr noch mal auf ihre dramatischen Winterspiele im Februar zurück. Auch zu Mikaela Shiffrins Plänen in ihrer Paradedisziplin Slalom äußert sich die Münchnerin.
Lena Dürr will im Riesenslalom von Sölden angreifen. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa
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Skirennfahrerin Lena Dürr hat ihr Olympia-Drama vom vorigen Winter abgehakt und geht ambitioniert in die neue Weltcup-Saison. „Ich hoffe, dass ich noch mal was drauflegen kann“, sagte die 35-Jährige vor dem Riesenslalom in Sölden am Samstag (10.00 und 13.00 Uhr). Das Niveau in der alpinen Kerndisziplin sei schon „sehr, sehr hoch“, meinte die Sportlerin vom SV Germering vor dem traditionellen Auftakt auf dem Rettenbachferner. „Wenn man ganz vorne mitfahren will, muss alles sitzen. Daran arbeite ich.“
Einfädler mit Medaille vor den Augen
Bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien im Februar hatte Dürr eine Medaille knapp verpasst - im Slalom sogar auf noch dramatischere Art und Weise als im Riesenslalom. Als Zweitplatzierte war sie in den zweiten Lauf gestartet und hatte dann am ersten Tor eingefädelt. „Klar wäre das der größte Traum gewesen“, sagte sie nun rückblickend. „Natürlich tut das weh.“
Was für sie aber mehr wiege als das Gefühl der Enttäuschung, sei „der Weg dorthin“, erklärte die Münchnerin. „Dass ich es überhaupt geschafft habe, mich in die Position zu bringen.“ Immerhin hatte Dürr mehrere Wochen zuvor noch in einer Krise gesteckt. „Ich wusste im Dezember, Januar: Wenn ich so fahre, bin ich chancenlos auf eine Medaille.“ Dann habe sie sich aber zurückgekämpft. „Ich glaube, es haben viele von außen deutlich negativer wahrgenommen als ich“, fasste sie das Drama von Cortina d’Ampezzo nun noch mal zusammen.
Erlebte dramatische Olympische Spiele: Lena Dürr. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa
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Shiffrin-Pläne? „Interessanter Schritt“
Der Slalom ist Dürrs Paradedisziplin. In den vergangenen Jahren fuhr sie hier mehrere Weltcup-Podestplätze ein. Die Ankündigung der amerikanischen Dominatorin Mikaela Shiffrin, in diesem Winter weniger Torläufe als zuletzt bestreiten und sich stattdessen mehr auf Riesenslalom und Super-G konzentrieren zu wollen, habe „sicher viele überrascht“, meinte die Deutsche.
„Bei all dem, was sie schon erreicht hat, ist das vielleicht auch noch mal ein interessanter Schritt für sie.“ An ihrer eigenen Herangehensweise ändere sich dadurch aber nichts, erklärte Dürr. US-Star Shiffrin sei „natürlich die Größe im Slalom schlechthin. Aber es gibt noch so viele andere, die da vorn mitmischen“. Vorige Saison fuhr Dürr einmal auf ein Slalom-Podium - in Copper Mountain.