Wintersport

Italiens Biathletin Passler geht gegen Dopingsperre vor

Rebecca Passler kämpft vor dem Sportgerichtshof Cas gegen ihre Dopingsperre - und hofft weiter auf eine Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen. Schon am Dienstag soll eine Anhörung stattfinden.

Von dpa

07.02.2026

Die italienische Biathletin Rebecca Passler geht beim Cas gegen ihre Dopingsperre vor. (Archivbild)Matthias Schrader/AP/dpa

Die italienische Biathletin Rebecca Passler geht beim Cas gegen ihre Dopingsperre vor. (Archivbild)Matthias Schrader/AP/dpa

© Matthias Schrader/AP/dpa

Die italienische Biathletin Rebecca Passler geht gegen ihre vorläufige Dopingsperre vor. Die 24-Jährige reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen Antrag ein und wird schon am kommenden Dienstag angehört. Das teilte die Ad-hoc-Kammer des Cas bei den Winterspielen in Mailand mit.

Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in ihrer Heimat Antholz zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet worden.

Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert laut Cas-Mitteilung, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld.

Die italienische Biathlon-Mannschaft glaubt an die Unschuld von Rebecca Passler (r). (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

Die italienische Biathlon-Mannschaft glaubt an die Unschuld von Rebecca Passler (r). (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

© Sven Hoppe/dpa

Biathlon-Team steht hinter Passler

Passler, die ursprünglich zu Italiens fünfköpfigem Frauenteam für die Winterspiele gehörte, wurde vorläufig suspendiert. „Wir stehen hinter Rebecca und sind überzeugt, dass sie unschuldig ist und sich alles aufklären wird“, hatte Klaus Höllrigl, Sportdirektor der italienischen Biathlon-Auswahl, im Interview von „Rai News“ kurz vor der Eröffnung der Winterspiele gesagt. Die gesamte Mannschaft sei überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handle.

Eine Nachnominierung werde es momentan nicht geben, man plane mit den Medaillenanwärterinnen Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi sowie Hannah Auchentaller und Michela Carrara, hieß es. „Rebecca ist eine starke Frau, sie wird es sicher mit der Zeit verarbeiten. Rebecca ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft“, sagte Höllrigl.

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