Was sind Frost- und Eistage?
Ob ein Tag als Frost- oder Eistag zählt, hängt von der Lufttemperatur ab. Welche Unterschiede der Deutsche Wetterdienst dabei macht, erklärt dieser Überblick.
Mithilfe von Eis- und Frosttage kann beschrieben werden, wie hart ein Winter war. (Archivbild)Frank Rumpenhorst/dpa
© Frank Rumpenhorst/dpa
Zu Beginn des Jahres lädt das Wetter noch einmal zu winterlichen Aktivitäten in ganz Hessen ein. Aber bei Frost und Schnee und Temperaturen rund um den Gefrierpunkt stellt sich auch die Frage: Ist dieser Winter ein harter Winter? Um diese Frage zu beantworten, kann ein Blick auf die Anzahl der Frost- und Eistage helfen.
Als Frosttag gilt ein Tag nach der Definition des Deutschen Wetterdienstes (DWD), wenn die niedrigste Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes (0 Grad) liegt. Die Höchsttemperatur an diesem Tag spielt bei der Bestimmung eines Frosttages keine Rolle.
Für die Definition eines Eistages ist der Höchstwert der Lufttemperatur an diesem Tag jedoch entscheidend: Er muss unterhalb des Gefrierpunktes liegen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass an einem Eistag durchgehend Frost herrscht, da die Lufttemperatur konsequent unter 0 Grad liegt.
Insbesondere die Menge der Eistage ist für den DWD ein gutes Indiz dafür, wie hart ein Winter war. So hatte der milde Winter 1974/75 im Rhein-Main-Gebiet nur einen Eistag, während im strengen Winter 1969/70 40 Eistage registriert wurden.